Kölner Architekturfotografie der 30er Jahre von Werner Mantz

Der Fotograf Werner Mantz wurde 1901 in Köln geboren. Schon 1915 machte er erste Fotos in Köln und dem Bergischen Land. Als junger Mann fotografierte er den Einmarsch der Besatzungstruppen nach dem 1. Weltkrieg und die Hochwasserkatastrophe 1920 in der Kölner Altstadt.

Nach dem Studium der Fotografie in München eröffnete er 1921 sein Portrait von Werner Mantzerstes Atelier für Architekturfotografie in Köln am Hohenstaufenring 46. Viele Kölner Persönlichkeiten wurden zu dieser Zeit von Werner Mantz fotografiert. 1926 wurde der Architekt Wilhelm Riphahn auf Mantz aufmerksam, auch er hatte sein Büro am Hohenstaufenring 46. So kam Mantz zur Architekturfotografie und arbeitete künftig als Fotograf für "das neue Bauen" neben Riphahn mit vielen bekannten Architekten wie Klotz, Mendelsohn und Wirminghaus zusammen.

Gerade in den 20er Jahren, als Köln seiner Zeit weit voraus ist und wichtige, moderne Planungen zur Stadterweiterung realisiert, führt dies für Werner Mantz zu seinen am Meisten gewürdigten Werken. Darüberhinaus sieht er seine Arbeiten in zahlreichen bekannten Architekturzeitschriften erscheinen.

Sehr umfangreich ist sein dokumentarisches Werk über die Siedlungen der GAG in Köln.


Ab 1932 arbeitete Werner Mantz auch in Maastricht in Holland, da in Köln die Architekturaufträge ausblieben. 1938 verließ Werner Mantz Köln vollständig und arbeitet nur noch in den Niederlanden, wo er 1983 starb.

Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus in Deutschland hat er sich zu diesem Schritt entschlossen. In den dreißiger Jahren wird er auch in den Niederlanden als Architekturfotograf bekannt. Es sind nicht nur die wichtigen Architekten wie Peutz, Swinkels und Wielders, sondern auch staatliche Bergwerke und die Wasserbaubehörde der Provinz Limburg, die ihre Bauten gerne von Matz fotografieren lassen.

Anfang der 70er Jahre, als Mantz´Atelier in Maastricht schon geschlossen ist und er mit seine Frau ein ruhiges Leben im limburgischen Eijsden führt, erlebt sein Werk ein auffallendes Revival.

Durch die Ausstellung „Vom Dadamax zum Grüngürtel“ in Köln werden seine Fotografien gewissermaßen wieder entdeckt und in ihrer Qualität nahe bei Fotografen wie Sander, Flach und Ubach gesehen. Bald folgen dann Ausstellungen in Galerieen und Museen. Der große Durchbruch folgt, als auf der documenta 6 in Kassel sich zum ersten Mal Aufmerksamkeit auf die Fotografie richtet und dabei auch das Werk von Mantz erscheint. Inzwischen ist sein Werk im Besitz von vielen Museen, Galerien und einzelnen Sammlungen in Europa, den Vereingten Staaten und Japan.

Seit 1989 beschäftigt sich die Stiftung Werner Mantz mit  der Förderung seines Werks und gleichzeitig mit der  Förderung der Fotografie mit natürlichem Tageslicht vorzugsweise in schwarz-weiß. Dazu wird etwa alle drei vier Jahre ein Preis an einen aus Deutschland, Belgien oder den Niederlanden vorgeschlagenen Kandidaten verliehen.

Hier sehen Sie wunderbare Aufnahmen von Werner Mantz, die uns dankenswerter Weise von der GAG zur Verfügung gestellt wurden. Klicken Sie HIER, um alle Motive von Werner Mantz bei Bilderbuch Köln zu sehen.