Zollstock, Höninger Weg, 50969 Köln - Zollstock (1927)
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Album: Zollstock 30er Jahre

Zollstock

Höninger Weg (50969 Zollstock)


Modell des Siedlungsblocks Höninger Weg, Weyerstraßerweg, Kanalstraße(heute Pohligstraße), Ansicht vom Höninger Weg; ganz links die Hauptverwaltung der Pohlig-Werke (/Alben/4114)

Weitere Fotos aus dem Album "Zollstock 30er Jahre"


Die Siedlung Zollstock wird begrenzt vom Höninger Weg im Westen, Zollstocksweg und Zollstockgürtel im Norden und Süden und der Vorgebirgstr. im Osten. Sie wurde geplant im Jahre 1925 und in den Jahren 1927 bis 1930/31 errichtet. Die Siedlung wird in Nord-/Süd-Richtung durch die Bornheimer Str. und die Alfterstr. erschlossen, in Ost-/West-Richtung durch Walberberger Str., Breniger Str. und Roisdorfer Str.

Verkehrstechnisch war die Siedlung durch die auf dem Höninger Weg  verlaufende Straßenbahn gut angebunden.   

Die Siedlung umfasst insgesamt 884 Wohneinheiten. Während die Bauten an den Begrenzungsstraßen eher im traditionellen Stil errichtet wurden, herrscht im Inneren der "internationale Stil" vor. Auch Kirche und Schule sind in diesem Stil verwirklicht worden.Eine Besonderheit ist das Laubenganghaus an der Walberberger Str.  Diese platzsparende Bauform wurde zur  Errichtung von Kleinwohnungen für alleinstehende, berufstätige Frauen gewählt, eine zu dieser Zeit deutlich unterpriviligierte Bevölkerungsgruppe.

Im Zentrum der Siedlung liegen die Kirche und großzügige öffentliche Grünanlagen. Einen Teil dieser Grünanlagen bildet die Hoffläche einer Blockbebauung, die durchaus mit dem "Blauen Hof" in Buchforst zu vergleichen ist. Dieser Teil der Grünanlagen ist heute nicht mehr allgemein zugänglich.

Wilhelm Riphahn war hier wie in Bickendorf II für die Gesamtplanung verantwortlich, die Entwürfe der einzelnen Häuser stammten zum großen Teil auch von ihm aber es wurden auch einige andere Architekten damit beauftragt. Die evangelische Melanchthon Kirche entwarf Theodor Merrill und das Schulgebäude Hans Wirminghaus.

Die ursprüngliche Gestaltung war farblich eher zurückhaltend. Graue Sockel- und Dachgeschosse wechselten mit weiß verputzten Fassaden ab. Die rot abgesetzten Fenster sorgten für einen farblichen Akzent.

Einige Häuser an der Breniger Str.sind in neuerer Zeit renoviert worden. Dabei erhielten sie die ursprungliche Fassadengestaltung einschließlich der alten Sprossenfenster und der roten Fensterleibungen.