Zerstörter Fahrzeugpark, Simonskaul 45, 50737 Köln - Weidenpesch (1947)
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Walter Dick Walter Dick
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Album: Zerstörte KBV-Werkstatt 1947

Zerstörte KBV-Werkstatt 1947 : Zerstörter Fahrzeugpark

Simonskaul 45 (50737 Weidenpesch)


Als der Krieg am 8. Mai 1945 zu Ende ging, verfügten die "Bahnen der Hansestadt Köln" gerade noch über 18 Triebwagen und 19 Beiwagen, die in einem Zustand waren, dass sie sofort wieder für den Betrieb eingesetzt werden konnten. 37 Fahrzeuge aus einem Bestand, der zu Beginn des Krieges über tausend Fahzeuge umfasste. Neben der Instandsetzung des vor Allem in der Innenstadt stark zerstörten Liniennetzes war die Reparatur und Aufarbeitung des zerstörten Rollmaterials die vordringliche Aufgabe. Die Zeitumstände erlaubten natürlich keine Bestellung bei der Industrie, den die großen Waggonfabriken waren auch fast ausnahmslos zerstört. In der Hauptwerkstätte in Weidenpesch begann die Zeit der Reparaturen und Instandsetzungen unter schwersten Bedingungen, nicht zuletzt, da diese Einrichtung selbst durch die Bomben des Krieges stark in Mitleidenschaft gezogen worden war.

Ein großes Problem waren neben diesen Bedingungen die Vielfalt und das Alter des Wagenparks. Es gab noch eine große Anzahl von Fahrzeugen aus der Zeit vor und kurz nach dem ersten Weltkrieg, die zwar immer wieder umgebaut worden waren, die aber nach über dreißig Jahren Fahrbetrieb doch entsprechend verschlissen waren. Dazu kamen Fahrzeuge, die im Kriege in besetzten Ländern requiriert worden waren und Schlichtfahrzeuge wie der Kriegsstraßenbahnwagen(KSW), der im Volksmund wegen der geringen Zahl von Sitzplätzen (10 Sitzplätze; bis zu 80 Stehplätze) als "Stehwagen bezeichnet wurde. Ja es gab sogar zweiachsige Kleinlokomotiven im Bestand, die die Vorortzüge der Linie "P" nach Zündorf an den Haken nahmen.

Im Winter 1946/1947. Die Reste der 'Bahnen der Hansestadt Köln'.

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