Telgraphenbeamte, Egonstr., Köln (1840)
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Telgraphenbeamte

Egonstr.


Die optisch-mechanische Telegrafenlinie verband Berlin, die prreussische Hauptstadt mit Koblenz, der Hauptstadt der preussischen Rheinprovinz. Der optische Telegraf bestand aus drei an einem Mast angebrachten Winkarmpaaren. Jeder Buchstabe, jedes Schriftzeichen wurde durch eine spezielle Stellung der Winkarme dargestellt. Die Winkarme wurden über Seilzüge aus dem Inneren der Gebäude bedient.

Die Besatzung der Station musste regelmäßig die in Sichtweite liegenden Nachbarstationen beobachten und die Nachrichten weitergeben. Eine Nachricht von Berlin nach Koblenz oder umgekehrt benötigte etwa zwei bis sieben Stunden zur Übermittlung. Eine enorme Zeitersparnis gegenüber dem reitenden Boten.

In Köln befand sich eine Station übrigens auf dem Dach der Kirche St. Pantaleon, die die Preussen ab 1815 als protestantische Garnisonskirche nutzten.

Die optisch-mechanischen Telegraphen wurden Mitte des 19. Jhdts. durch elektrische Telegraphen abgelöst.

Auf der Litographie erkennt man im Hintergrund eine Station der Nachrichtenlinie. Die Beamten hatten verschiedene Dienstgrade und waren, wie bei den Preussen üblich, natürlich mit eigenen Unifoprmen versehen.

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