St. Severin, Severinstr., Köln - Altstadt-Süd (1827)

Ansichten öffentlicher Plätze von 1827 : St. Severin

Severinstr. (Altstadt-Süd)


Sammlung von Ansichten öffentlicher Plätze, merkwürdiger Gebäude und Denkmäler in Cöln. Diese 25 Lithographien wurden 1827 vom Kölner Städtebaumeister Johann Peter Weyer beauftragt und von Anton Wünsch gefertigt. St. Severin ist eines der ältesten Gotteshäuser im Süden der Stadt. Der Überlieferung zufolge soll Bischof Severin um 400 auf dem Gräberfeld im Süden der Römerstadt ein Gotteshaus erbaut und ein Kloster gestiftet haben, und zu Ehren der Märtyrer Cornelius und Cyprianus geweiht haben. Nach mehreren Um- und Anbauten wurde ein Teil 948 als Grablege des heiligen Severin geweiht. Mit dem Bau einer neuen Kirche begann Bischof Wichfried und diese Kirche wurde 1043 von Erzbischof Hermann II (Pfalzgraf 1036-1056) vollendet und geweiht. Um diese Zeit soll der Langchor und die Hallenkrypta angefügt worden sein. Informationen über den Umbau und die Weihung gibt es erst wieder 200 Jahre später. Von 1230 bis 1237 wurde der Langchor erneuert und am 2.11.1237 von Balderieus geweiht. In einer Urkunde vom 11. März 1393 wird dann über die Baufälligkeit der Türme und deren Finanzierung informiert. Die ersten Fundamente wurden 1394 erstellt und die Fertigstellung war erst 1411. Die Türme selbst sind schon in vielen Stichen um diese Zeit zu sehen. Ob es sich hier um Entwürfe oder um die fertiggestellten Türme handelt ist nicht zu belegen. Gut zu erkennen ist die Kirche in der Koelhoffschen Chronik von 1499 und bei Rolvinck 1474 aber auch bei Sebastian Münster 1474,( Siehe auch Bilderbuch N168219 Altzrnbach 1634;168372 Bertius 1632 und 414920 Leopold 1700) Der Bau des Kreuzganges soll in das 15. Jh. fallen. Die Taufkapelle soll um 1505 erstellt worden sein. Mit der Säkularisierung wurde das Severinusstift aufgehoben. Der untere Umgang diente in der französischen Zeit als Pferdestall und das daneben liegende Gebäude war als Speicher vermietet. Die Gebäude verfielen mehr und mehr.1834 wurden die Anbauten versteigert und 1863 abgebrochen. Lediglich der Südflügel des Kreuzganges blieb erhalten. In den 1870er Jahren erfolgte eine gründliche Renovierung. Neudruck der Lithogrphie von Wünsch nach Weyer bei Bachem 1827.

Weitere Fotos aus dem Album "Ansichten öffentlicher Plätze von 1827"