Sonnenuntergang, Alfred-Schütte-Allee, Köln (2002)
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Wolfgang Becker Wolfgang Becker
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Album: Baulücken

Baulücken : Sonnenuntergang

Alfred-Schütte-Allee

Die Alfred-Schütte-Allee verläuft von der Drehbrücke am Deutzer Hafen bis nach Poll entlang des Rheins. An der Drehbrücke befindet sich die Wache der Wasserschutzpolizei und Feuerwehr, dann kommen Unternehmen entlang des Hafenbeckens. Unter anderem befindet sich hier der größte Schrottplatz Kölns. Zum Rhein hin erstrecken sich die Poller Wiesen als beliebtes Freizeitgebiet. Inlineskater, Radfahrer und Spaziergänger nutzen den baumbestandenen Weg entlang der Alfred-Schütte-Allee.

Auf der Hälfte kreuzt die Eisenbahnbrücke. Im Süden ist der Sitz der Maschinenfabrik Alfred H. Schütte. Dr. Ing. E. H. Alfred Heinrich SchütteIn Poll gründete hier 1911 das Stammhaus seines Ex- und Importhandels für Stahl und Werkzeugmaschinen. Die Alfred-Schütte-Allee endet als Fußgänger- und Fahrrad-Alleein in einer Wohnsiedlung in Poll.

Mehr Informationen zu Poll und der Alfred-Schütte-Allee gibt es bei k-poll.de


Die Fotos in diesem Album stammen von Herrn Wolfgang Becker. Er hat ab dem Jahr 1991 in zahlreichen Aufnahmen Baulücken oder Gebäude bevor sie abgerissen wurden, im Bereich der Innenstadt vor allem zwischen der Severinstraße und dem Rheinauhafen dokumentiert. Die meisten diesr Baulücken sind in der Zwischenzeit bebaut worden. In einer weiteren Serie von Fotos aus dem Jahre 2002 hat er den Zustand der alten Schuppen und Lagergebäude im Rheinauhafen fotografisch festgehalten. Diese Aufnahmen sind insofern ein wichtiges Zeitdokument, da unmittelbar nach den Aufnahmen die meisten dieser Bauten abgerissen wurden bzw. der Abriss schon begonnen war. Hintergedanke dabei war die Feststellung, dass Neubauten meistens 100 Jahre zu sehen sind, aber die verschwundenen Bauten schon nach einigen Monaten aus der Erinnerung und dem Gedächtnis verschwunden sind. Diese Erinnerung sollte dokumentiert werden. Die heruntergekommenen Hafenanlagen waren teilweise schon Jahre vorher nicht mehr genutzt worden. An ihrer Stelle wurden bis etwa zum Jahre 2009 schicke und entsprechend teure Wohn- und Bürogebäude errichtet u.a. die drei Kranhäuser. Beim Bau dieser Anlagen wurde seitens der Stadt Köln versäumt, neben Luxusbauten auch solche mit bezahlbarem Wohnraum zu schaffen, um auch normalverdienenden Bevölkerungsschichten Zugang zu Wohnraum in dieser attraktiven Lage zu ermöglichen.

"..oder Götterdämmerung?"

Weitere Fotos aus dem Album "Baulücken"