Sanierungsgebiet Kleine Brinkgasse, Köln (1995)
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Wolfgang Becker Wolfgang Becker
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Album: Baulücken

Baulücken : Sanierungsgebiet Kleine Brinkgasse


Die Fotos in diesem Album stammen von Herrn Wolfgang Becker. Er hat ab dem Jahr 1991 in zahlreichen Aufnahmen Baulücken oder Gebäude bevor sie abgerissen wurden, im Bereich der Innenstadt vor allem zwischen der Severinstraße und dem Rheinauhafen dokumentiert. Die meisten diesr Baulücken sind in der Zwischenzeit bebaut worden. In einer weiteren Serie von Fotos aus dem Jahre 2002 hat er den Zustand der alten Schuppen und Lagergebäude im Rheinauhafen fotografisch festgehalten. Diese Aufnahmen sind insofern ein wichtiges Zeitdokument, da unmittelbar nach den Aufnahmen die meisten dieser Bauten abgerissen wurden bzw. der Abriss schon begonnen war. Hintergedanke dabei war die Feststellung, dass Neubauten meistens 100 Jahre zu sehen sind, aber die verschwundenen Bauten schon nach einigen Monaten aus der Erinnerung und dem Gedächtnis verschwunden sind. Diese Erinnerung sollte dokumentiert werden. Die heruntergekommenen Hafenanlagen waren teilweise schon Jahre vorher nicht mehr genutzt worden. An ihrer Stelle wurden bis etwa zum Jahre 2009 schicke und entsprechend teure Wohn- und Bürogebäude errichtet u.a. die drei Kranhäuser. Beim Bau dieser Anlagen wurde seitens der Stadt Köln versäumt, neben Luxusbauten auch solche mit bezahlbarem Wohnraum zu schaffen, um auch normalverdienenden Bevölkerungsschichten Zugang zu Wohnraum in dieser attraktiven Lage zu ermöglichen.

Die Kleine Brinkgasse war bis zum Bau des Eros-Centers an der Hornstraße die bekannteste Bordellgasse Kölns. Das gesamte Viertel war bis dato eher berüchtigt und heruntergekommen. Der Wegzug der Damen in die Hornstraße geschah bereits zwischen 1972 und 1974. Die Bordelle meist ein-zweistöckige Nachkriegsbauten wurden abgerissen, aber das Gelände harrte weitere 20 Jahre der grundlegenden Sanierung. Im Hintergrund links Rückseiten von Bauten an der Benesisstraße.

Weitere Fotos aus dem Album "Baulücken"