Auch Jubeln muss geübt werden., Franz-Kremer-Allee, 50937 Köln - Sülz (1953)
fotografiert von:
Walter Dick Walter Dick
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Album: 1. FC Köln - eine Erfolgsgeschichte

1. FC Köln - eine Erfolgsgeschichte : Auch Jubeln muss geübt werden.

Franz-Kremer-Allee (50937 Sülz)


Die Jubelrituale der Kölner Fans sind nahezu einmalig. Es beginnt mit dem gemeinsamen Absingen der Hymne "Mir stonn zo dir FC-Kölle!", gemeinsamem Fan-Schal Schwenken und Rundwirbeln aber auch dem herrlichen "Trömmelchen" Lied bei jedem Tor. Dazu gehört auch das Meckern des Geißbocks aus den Lautsprechern bei Toren der anderen Spiele. All das ist eine gelungene Mischung aus Karneval, Fußballbegeisterung und Hochamt, kölschem Fußballhochamt.

Die Alles muss der junge Fan natürlich ab dem ersten Besuch im Stadion üben und mit Freude "zelebrieren".

Weitere Fotos aus dem Album "1. FC Köln - eine Erfolgsgeschichte"


Am Anfang stand ein provokativer Satz von Franz Kremer: „Meine Herren, wollen Sie mit mir Deutscher Meister werden?“ Franz Kremer war im Jahre 1948 Vorsitzender eines kleinen Vorortvereins im Kölner Westen, des Kölner Ballspiel Club von 1901 (KBC). Es gelang ihm die Verantwortlichen seines Vereins und der Konkurrenz aus dem Kölner Vorort Sülz der Spielvereinigung Sülz von 1907 (Sülz 07) zur Fusion zu überreden. (13. Februar 1948)

Der neue Verein nannte sich Erster Fußball Club Köln 01/07 (1. FC Köln) Die Fusion war der Beginn einer Erfolgsgeschichte in den 50er und 60er Jahren und tatsächlich gelang es dem „EFCE“ die Frage seines ersten Präsidenten positiv zu beantworten. Im Jahre 1962 wurde der 1. FC Köln zum ersten Mal Deutscher Meister.( 4:0 gegen Nürnberg im vorletzten Endspiel vor Einführung der Bundesliga)

Franz Kremer (1905-1967) war einer der entscheidenden Männer bei der Professionalisierung des deutschen Fußballs und der Einführung einer eingleisigen Liga (1. Bundesliga)

Im Jahre 1950 erhielt der Verein sein Maskottchen, einen Geißbock, der bis heute das Markenzeichen des Klubs ist. Die Kölner Zirkuschefin, Carola Williams, schenkte ihn dem Verein im Rahmen einer Karnevalssitzung und da der damalige Spielertrainer Hans Weisweiler allgemein „Hennes“ genannt wurde, erhielt der neue Glücksbringer des Vereins diesen Namen und hat ihn bis heute behalten. Zu jedem Heimspiel wird „Hennes“ ins Stadion gebracht und unterstützt die Mannschaft. (Natürlich ist es nicht mehr der ursprüngliche „Hennes“ sondern bereits der Achte seines Namens-„Hennes VIII“.)

Walter Dick hat den 1. FC Köln seit dem Ende der 50er Jahre als Fotograf begleitet. Er, der sich auch als Sportfotograf einen Namen gemacht hat, hielt mit seiner Kamera nicht nur packende Spielszenen in der alten Hauptkampfbahn in Müngersdorf fest, sondern macht vielfältige Aufnahmen von Spielern und Verantwortlichen, von Meisterfeiern und Ehrungen.

Das Album soll in der Folgezeit weiter ergänzt und ausgebaut werden.

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monika h  sagt:

zuerst einmal: man(n) ;) reiße mir bitte jetzt nicht den kopf ab, aber ... ... ich bin kein fußballfan! doch: das bild und der wunderbare text sind mir mein daumen wert.

Geschrieben: vor 7 Monaten