südlich der Severinsbrücke, Rheinauhafen, Köln (2001)
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Wolfgang Becker Wolfgang Becker
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Album: Baulücken

Baulücken : südlich der Severinsbrücke

Rheinauhafen

20. Millionen Mark ließ sich die Stadt den Bau dieser Hafen- und Werftanlagen kosten. An der Hafeneinfahrt stehen das Stollwerck-Schokoladenmuseum und das Sport- und Olympiamuseum.


Die Fotos in diesem Album stammen von Herrn Wolfgang Becker. Er hat ab dem Jahr 1991 in zahlreichen Aufnahmen Baulücken oder Gebäude bevor sie abgerissen wurden, im Bereich der Innenstadt vor allem zwischen der Severinstraße und dem Rheinauhafen dokumentiert. Die meisten diesr Baulücken sind in der Zwischenzeit bebaut worden. In einer weiteren Serie von Fotos aus dem Jahre 2002 hat er den Zustand der alten Schuppen und Lagergebäude im Rheinauhafen fotografisch festgehalten. Diese Aufnahmen sind insofern ein wichtiges Zeitdokument, da unmittelbar nach den Aufnahmen die meisten dieser Bauten abgerissen wurden bzw. der Abriss schon begonnen war. Hintergedanke dabei war die Feststellung, dass Neubauten meistens 100 Jahre zu sehen sind, aber die verschwundenen Bauten schon nach einigen Monaten aus der Erinnerung und dem Gedächtnis verschwunden sind. Diese Erinnerung sollte dokumentiert werden. Die heruntergekommenen Hafenanlagen waren teilweise schon Jahre vorher nicht mehr genutzt worden. An ihrer Stelle wurden bis etwa zum Jahre 2009 schicke und entsprechend teure Wohn- und Bürogebäude errichtet u.a. die drei Kranhäuser. Beim Bau dieser Anlagen wurde seitens der Stadt Köln versäumt, neben Luxusbauten auch solche mit bezahlbarem Wohnraum zu schaffen, um auch normalverdienenden Bevölkerungsschichten Zugang zu Wohnraum in dieser attraktiven Lage zu ermöglichen.

Der Rheinauhafen (eröffnet 1898) ist heute ein Sportboothafen. Die alten Lagerhäuser und-Schuppen sind größtenteils verschwunden. Die moderne Bebauung dient ausschließlich teuren Wohn- und Bürozwecken. Das neue Viertel am Rhein ist ein Wohnbezirk ausschließlich für Besser- und Bestverdienende.

Weitere Fotos aus dem Album "Baulücken"