Hauseingang in der Naumannsiedlung, Naumannstr., 50735 Köln - Riehl (2019)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Album: Naumannsiedlung Details

Hauseingang in der Naumannsiedlung - Naumannsiedlung Details

Naumannstr. (50735 Riehl)


Es bleibt bei aller gelungenen und zu Recht preisgekrönten Restaurierung und Neugestaltung der Sielung die Frage, ob es nicht passender gewesen wäre, statt der silbernen Edelstahlbleche zum Schutz der Türen Bleche in anderer Farbe zu verwenden.

Ein kleines Detail fällt erst bei genauem Hinsehen auf. Rechts unten an der Stufenkante befindet sich ein Kratzeisen, an dem der Eintretende Straßendreck unter den Schuhen abkratzen sollte. Eine solche Einrichtung war angebracht, wenn wie noch lange sogar bis in die 50er Jahre Straßen und Wege nicht gepflaster waren und vor Allem bei regen die Schuhsohlen mit anhaftendem Dreck verunreinigt waren.

Weitere Fotos aus dem Album "Naumannsiedlung Details"


Die Naumannsiedlung ist im Bilderbuch Köln mehrfach dokumentiert. Einmal in der Situation vor und während der Sanierung (http://www.bilderbuch-koeln.de/Alben/6409), zum Anderen mit Bildern zum Zustand während und nach der Sanierung (http://www.bilderbuch-koeln.de/Alben/14223).

Wenn hier ein weiteres Album veröffentlicht wird, so dann, weil es sich auf Details der Gestaltung wie Farbe, Hauseingänge und Fensterlaibungen bezieht. Gerade bei den Hauseingängen lohnt es sich, auch wenn Betrachtende die Siedlung einmal besuchen sollten, genauer hinzuschauen. (Ein Besuch, der sich vor Allem im Sommer sicher lohnt.) Hier ist nur auf den ersten Blick Gleichförmigkeit erkennbar, bei genauerem Hinsehen wird deutlich, wie die Architekten die Eingangssituationen immer wieder anders, in Details verschieden gestaltet haben.

Beim Betrachten und auch bei einem Besuch ist dringend angeraten, des Hauptarchitekten der Siedlung zu gedenken: Manfred Faber (1879-1944). Faber hat neben vielen anderen Bauten in Köln namentlich die Naumannsiedlung aber auch die Märchensiedlung in Holweide und Siedlungsbauten in Zollstock entworfen. Faber war jüdischen Glaubens und wurde nach der Verschleppung aus Köln 1942 am 15. Mai 1944 in Auschwitz ermordet.