Vor der Umgestaltung, Agrippinawerft, 50678 Köln - Neustadt-Süd (2002)
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Wolfgang Becker Wolfgang Becker
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Album: Baulücken

Baulücken : Vor der Umgestaltung

Agrippinawerft (50678 Neustadt-Süd)

Foto von AgrippinaDie Agrippinawerft schließt südlich an die Rheinauhalbinsel an und ist zentraler Weg durch die südlichen gebäude des Rheinauhafens. Entlang der Agrippinawerft liegt die Speicherstadt, Elisabeth-von-Treskow-Platz, Rheinkontor und Bayenturm. Am südlichen Ende schließt das KAP vor der Südbrücke ab.

Als der Rheinauhafen noch wichtiger Umschlagplatz war, wurden hier in großer Zahl Schiffe be- und entladen

Agrippina (15-59 n. Chr.) war römische Kaiserin und Gründerin von Köln (CCAA). Weniger bekannt ist, dass sie die Mutter von Kaiser Nero war. Auf dem Rathausturm gibt es eine Figur von ihr.


Die Fotos in diesem Album stammen von Herrn Wolfgang Becker. Er hat ab dem Jahr 1991 in zahlreichen Aufnahmen Baulücken oder Gebäude bevor sie abgerissen wurden, im Bereich der Innenstadt vor allem zwischen der Severinstraße und dem Rheinauhafen dokumentiert. Die meisten diesr Baulücken sind in der Zwischenzeit bebaut worden. In einer weiteren Serie von Fotos aus dem Jahre 2002 hat er den Zustand der alten Schuppen und Lagergebäude im Rheinauhafen fotografisch festgehalten. Diese Aufnahmen sind insofern ein wichtiges Zeitdokument, da unmittelbar nach den Aufnahmen die meisten dieser Bauten abgerissen wurden bzw. der Abriss schon begonnen war. Hintergedanke dabei war die Feststellung, dass Neubauten meistens 100 Jahre zu sehen sind, aber die verschwundenen Bauten schon nach einigen Monaten aus der Erinnerung und dem Gedächtnis verschwunden sind. Diese Erinnerung sollte dokumentiert werden. Die heruntergekommenen Hafenanlagen waren teilweise schon Jahre vorher nicht mehr genutzt worden. An ihrer Stelle wurden bis etwa zum Jahre 2009 schicke und entsprechend teure Wohn- und Bürogebäude errichtet u.a. die drei Kranhäuser. Beim Bau dieser Anlagen wurde seitens der Stadt Köln versäumt, neben Luxusbauten auch solche mit bezahlbarem Wohnraum zu schaffen, um auch normalverdienenden Bevölkerungsschichten Zugang zu Wohnraum in dieser attraktiven Lage zu ermöglichen.

Der hohe Silaobau aus den 60er Jahren und die danebenliegenden Lagerhäuser wurden sämtlich abgerissen und es enstand der exclusive Wohn- und Bürokomplex "Am Südkap"

Weitere Fotos aus dem Album "Baulücken"