Unglück beim Bau der Südbrücke, Agrippinaufer 1, 50678 Köln - Neustadt-Süd (1909)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Unglück beim Bau der Südbrücke

Agrippinaufer 1 (50678 Neustadt-Süd)

Foto von AgrippinaDas Agrippinaufer ist ein Teil der Rheinuferstraße und verläuft als  Foto Nr.:401797B9/B51 vom Ubierring im Norden bis zur Schönhauser Straße im Süden. Zwischen Rhein und Agrippinaufer verläuft die Agrippinawerft mit der Speicherstadt und anderen modernen Bauten des neu gestalteten Rheinauhafens. Nach Westen schließen die Gebäude der Fachhochschule an.

Agrippina (15-59 n. Chr.) war römische Kaiserin und Gründerin von Köln (CCAA). Weniger bekannt ist, dass sie die Mutter von Kaiser Nero war. Auf dem Rathausturm gibt es eine Figur von ihr.


Beim Bau der Südbrücke kam es am 9. Juni 1909 zu einem schweren Unglück. (Foto Carl Scholz, Deutz) Beim Einsturz eines Gerüstvorbaus wurden neun Arbeiter getötet.

Die Brücke wurde geplant und gebaut, um die Hohenzollernbrücke vom Güterverkehr zu entlasten.

Bei der Planung mögen auch militär-strategische Überlegungen eine Rolle gespielt haben. Den damaligen Militärs waren die wenigen Brücken über den Rhein wohl für eine schnellen Aufmarsch nach Westen und den entsprechenden Nachschub nicht ausreichend. Im Zuge dieser Überlegungen enstanden die Brücke in Remagen und wohl auch die in Bingerbrück.

Die Südbrücke, zweigleisig, überspannt den Rhein in drei Bögen und einer rechtsrheinischen Vorbrücke. Der mittlere Bogen ist größer als die beiden uferseitigen Bögen. Die Ausgestaltung war im Sinne des damaligen Geschmacks ähnlich wie die Hohenzollernbrücke der gotischen Burgenarchitektur nachempfunden. Eröffnet wurde die Brücke 1910. Nach dem zweiten Weltkrieg war sie die erste Brücke über den Rhein, die wieder errichtet wurde.

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