Ulrepforte Denkmal, Sachsenring, 50677 Köln - Neustadt-Süd (1850)
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Harald Gerhards Harald Gerhards
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Album: Köln im Wandel der Zeit 1800-1900

Ulrepforte Denkmal - Köln im Wandel der Zeit 1800-1900

Sachsenring (50677 Neustadt-Süd)

 

Von der Brunostraße führt der Sachsenring 1714 Meter bis zur Eifelstraße. Wie die anderen Ringstraßen auch, verweist der Sachsenring durch den Namen auf ein deutsches Herrschergeschlecht beziehungsweise deutsche Geschichte. In diesem Fall auf die aus Sachsen stammenden Ottonen, die bis in das Jahr 1024 regierten. Blickfang des Ringes sind die Ulrepforte und Mauerreste der mittelalterlichen Stadtmauer.

   


Straßen und Plätze                          Sammlung Scheiner

Foto Nr.:84331

  Foto Nr.:463565

Stiche aus einer Graphiksammlung über Köln bis 1900. Zur Verfügung gestellt von Harald Gerhards. Das Album zeigt Bilder (Graphiken) von wichtigen Gebäuden und Plätzen unsere Stadt zwischen 1800 und 1900.

Zusammenfassungen und Detailangaben sind u.a. in folgen Sammlungen und Alben :

Tore und Befestigungen Kirchen Rathaus
Foto Nr.:54355

Denkmäler und Brunnen Der Dom Öffentliche Plätze

 

Denkmal zur Schlacht an der Ulrepforte auf der Kölner Stadtmauer am Sachsenring Das Denkmalrelief wurde im Jahre 1360 in die Stadtmauer eingefügt und wird 1378 erstmals bezeugt. Es handelt sich um Kölns, eventuell sogar Deutschlands, ältestes Denkmal zur Erinnerung an ein historisches Ereignis. Das Original ist seit 1983 im Kölnischen Stadtmuseum zu besichtigen. Eine Kopie befindet sich feldseitig neben dem nördlichen Turm. Die Darstellung erinnert an die Nacht zwischen dem 14. und 15. Oktober 1268. Nach einer Geschichte, die der Stadtschreiber Gottfried Hagen in seiner Reimchronik der Stadt Köln erzählt, drangen unter Herzog Adolf V. von Berg und dem Grafen Dietrich von Kleve 5000 Mann durch einen unter der Mauer führenden Tunnel, den der Schuster Konrad Havenith angelegt hatte, in die Stadt ein. Sie kamen dem Kölner Erzbischof Engelbert II. von Falkenburg zu Hilfe, der mit den Kölner Bürgern in Fehde lag. Das Relief ist in goldenen Lettern unterschrieben mit: „Anno Domini MCCLXVIII up der heilger more naicht do wart hier durch de mure gebrochen“ (Im Jahre 1268 in der Nacht des heiligen Mohren (Hl. Gregorius Maurus, 15.10.) wurde hier durch die Mauer von dem Patriziergeschlecht der Weisen [eine Bresche] gebrochen). Der Plan wurde denunziert, und die alarmierten Kölner Bürger setzten sich unter der Führung von Matthias Overstolz heftig und schließlich erfolgreich zur Wehr. Dem Denkmal dürfte der Erhalt dieses Teils der Kölner Stadtmauer zu verdanken sein. Quellen; Kölner Blätter vom 22.VI 1868;Stadtanzeiger vom 15.VI.1869; Zeitschrift Alt Köln

Weitere Fotos aus dem Album " Köln im Wandel der Zeit 1800-1900"