Radeln am Rhein, Agrippinawerft, 50678 Köln - Neustadt-Süd (2010)
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Album: Severinsbrücke bis Südkai

Severinsbrücke bis Südkai : Radeln am Rhein

Agrippinawerft (50678 Neustadt-Süd)

Foto von AgrippinaDie Agrippinawerft schließt südlich an die Rheinauhalbinsel an und ist zentraler Weg durch die südlichen gebäude des Rheinauhafens. Entlang der Agrippinawerft liegt die Speicherstadt, Elisabeth-von-Treskow-Platz, Rheinkontor und Bayenturm. Am südlichen Ende schließt das KAP vor der Südbrücke ab.

Als der Rheinauhafen noch wichtiger Umschlagplatz war, wurden hier in großer Zahl Schiffe be- und entladen

Agrippina (15-59 n. Chr.) war römische Kaiserin und Gründerin von Köln (CCAA). Weniger bekannt ist, dass sie die Mutter von Kaiser Nero war. Auf dem Rathausturm gibt es eine Figur von ihr.


Vom Herbst 2004 bis Ende 2006 erfolgte der Umbau des „Danziger Lagerhauses“, heute wegen seiner Form „Speicherstadt Siebengebirge“ genannt, zu einem kombinierten Wohn- und Geschäftshaus. Das aufgrund seiner architekturhistorischen Bedeutung geschützte Gebäude wurde in enger Abstimmung mit dem Stadtkonservator so umgestaltet, dass modernes Wohnen und Arbeiten mit möglichst geringen Eingriffen in die Außengestaltung möglich wurde. Im Erdgeschoss entstanden auf 3300 m² flexibel anpassbare Büroräume mit einer Größe von 100 bis 1000 m². In den Obergeschossen wurden auf einer Gesamtfläche von 15 700 m² 138 Wohnungen mit 50 bis 200 m² Wohnfläche geschaffen. Die Grundrissaufteilung reicht dabei von Zwei- bis Dreizimmer-Standardwohnungen bis hin zu Maisonettewohnungen unter dem Dach, die sich über bis zu drei Geschosse erstrecken. Die Abtrennung der einzelnen Wohneinheiten voneinander wurde mit 24 cm dicken Kalksandsteinwänden zwischen den vorhandenen Stahlbetonpfeilern realisiert. Für die Raumaufteilung innerhalb der Wohnungen kamen 10 cm dicke Gipswandbauplatten im Nut-und- Feder-System zum Einsatz. Eine abgehängte Gipskartondecke verdeckt die Versorgungsleitungen und dient dem Schallschutz. Um bei einer Gebäudetiefe von 22m für genügend natürliches Licht in den Räumen zu sorgen, wurden rheinseitig je zwei Fenster zu faltbaren Glaswänden zusammengefasst und das dazwischen liegende Fassadenfeld heraus gebrochen. Die stadtseitige Fassade wurde weitgehend belassen. Die geschlossenen Schieferdächer erhielten verglaste Flächen mit schieferfarben lackierten, lichtdurchlässigen Metall-Abschirmungen als Verschattung, die den Dächern von Ferne ihr ursprüngliches Aussehen bewahren und gleichzeitig für Licht und Ausblick sorgen. Jedes der sieben Häuser wurde mit eigenem Aufzug und Treppenhaus ausgerüstet. Das Investitionsvolumen betrug 61,2 Mio Euro. Der Quadratmeterpreis sollte bei 2900 bis 4000 Euro liegen.

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