Personenzug am Bahnhof Barbarossaplatz, Barbarossaplatz, 50674 Köln - Neustadt-Süd (2015)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Album: 2014

2014 : Personenzug am Bahnhof Barbarossaplatz

Barbarossaplatz (50674 Neustadt-Süd)

Dem Stauferherrscher Friedrich I. verlieh man bald den Beinamen Barbarossa, welches im italienischen Rotbart bedeutet. Er gilt als einer der bedeutensten Kaiser der deutschen Geschichte. Bald rangten sich viele Mythen um diesen Herrscher, der während eines Kreuzzuges  1190 den Tod durch Ertrinken fand. Hinter dem Platz beginnt der Hohenstaufenring und so wird der Eindruck erweckt, dasss mit Barbarossa die Herrschaft der Staufer begann. Eigentlich ein Fehler, denn Friedrich I. war keinesfalls der erste Kaiser aus diesem Herrschergeschlecht. Seine große Bekanntheit und Bedeutung verhalfen ihm dann aber wohl zu der Ehre dem Ring vorran gestellt zu werden.

Die Platzfläche wird heute vom Schienennetz der KVB und fünf Straßen-Fahrspuren eingenommen. Somit ist kein Platzcharakter im eigentlichen Sinne vorhanden.

   


Der Begriff "Bahnhof Barbarossaplatz" scheint heutzutage ziemlich merkwürdig und doch gab es hier einen Bahnhof. Es war Endpunkt der sog. "Vorgebirgsbahn", einer Bahnlinie der Köln Bonner Eisenbahn (KBE),die Köln und Bonn über Brühl und die Dörfer am Fuße der Ville, des Vorgebirges verband. Im Gegensatz zum Straßenbahnbetrieb der Vorortbahnen wurde diese Strecke nach den Regeln des Eisenbahnverkehrs betrieben.Hier am Barbarossaplatz gab es eine regelrechten Bahnhofsbetrieb mit Fahrkartenschaltern, Sperren unnd Bahnsteigen.

Elektrische Triebzüge lösten schon in den 20er Jahren den ursprünglichen Dampfbetrieb auf dieser Strecke ab, deren Lokomotiven den Spitznamen "Feuriger Elias" trugen. Triebwagen wie der abgebildete wurden seit den 50er Jahren eingesetzt. Im Gegensatz zu ihren Vorgängerinnen hatten sie eine bewegliche Stufe, die für den Ein- und Ausstieg heruntergeklappt wurde. Dadurch hatten die Wagen im Inneren einen durchgehenden Boden, während die Vorgängerbahnen zwischen dem Einstiegsflur und den Fahrgasträumen an beiden Seiten eine Stufe aufwiesen.

Innerhalb der Stadtgrenzen benutzten die KBE-Züge zwischen Klettenberg und Barbarossaplatz die Strecke der KVB. Die Züge hielten nur zum Aussteigen an der Haltestelle Sülzburgstr. / Gottesweg. Sie durften für den innerstädischen Verkehr keine Fahrgäste aufnehmen und KVB-Fahrscheine hatten keine Gültigkeit.

Ab 1986 wurde der Betrieb der KBE eingestellt und die Strecke als Stadtbahn mit Straßenbahnen der KVB und der Stadtwerke Bonn betrieben.

Weitere Fotos aus dem Album "2014"


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Stefan Robertz  sagt:

In diesem Bahnhof gab es eines der ersten McDonalds Restaurants in Köln. Offiziell ging natürlich niemand dort etwas essen.... aber irgendwie war der Laden immer voll. Meine Eltern hatten mir ausdrücklich verboten in diesem "amerikanischen Restaurant" etwas zu essen.... das das die ultimative Aufforderung war, stärker noch als der "Gruppenzwang", dort zu essen haben sie bis heute nicht kapiert ;-)

Geschrieben: vor mehr als 4 Jahre


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koelner51109  sagt: "Zwischenlösung mit Benzoltriebwagen"

Auf der Vorgebirgsbahn, die usprünglich schmalspurig (1.000 mm) war, fuhren, als Zwischenlösung bis zur Umspurung auf Normalspur und Elektrifizierung, von 1926 an Benzoltriebwagen. Am 1.7.1929 wurde der elektrische Betrieb auf Normalspur zwischen Bonn und Waldorf aufgenommen. Ab dem 7. 10. 1934 konnte der durchgehende elektrische Betrieb auf 1.435 mm von Bonn bis Köln, Barbarossaplatz aufgenommen werden. Der im Bild zu sehende ET 46 b wurde 1950 von der Firma Westwaggon geliefert.

Geschrieben: vor mehr als 4 Jahre