Landhaus Scherz, Eifelstr. 3, 50677 Köln - Neustadt-Süd (1890)

Landhaus Scherz - Blätter für Architektur und Kunsthandwerk

Eifelstr. 3 (50677 Neustadt-Süd)

Die Eifelstraße dient als Verbindung zwischen Salierring und Höninger Weg. Dabei führt sie am Volksgarten vorbei. Gekreuzt wird die Straße vom Vorgebirgswall und auf mittlerer Strecke befindet sich der Eifelplatz.

Der Name verweist auf die Gebirgsregion in Westen Deutschlands.


Die Herkunft dieser Abbildung weicht von den anderen Abbildungen des Albums ab. Sie stammt sie aus einer anderen Architekturzeitschrift.

Die Architekturzeitschrift aus dem Jahre 1890, aus der diese Abbildung stammt hieß:

Blätter für Architektur und Kunsthandwerk

Herausgeber der Zeitschrift, die monatlich erschien, war Paul Graef (1855-1925), der als wichtiger Mitarbeiter von Paul Wallot (1841-1912) am Bau des Reichstagsgebäudes beteiligt war. Paul Graef hat auch einen großen Teil der Fotos für seine Zeitschrift angefertigt.

Obwohl dieses Haus in der Neustadt errichtet wurde, wird es als Landhaus bezeichnet. Das liegt wahrscheinlich daran, dass der Bereich zwischen Sachsenring und Volksgarten, sowie zwischen Eifelstraße und der Pauluskirche in den Plänen von Hermann-Josef Stübben (1845-1935) als Gebiet für höchste Wohnansprüche ausgewiesen worden war. Hier lagen meist Villen mit großen Grundstücken oder großzügige luxuriöse Wohnhäuser. Das Gebäude war laut Begleittext als Doppelhaus geplant, von dem jedoch zum Zeitpunkt der Aufnahme nur die eine Hälfte fertig war. Als Preis wird genannt: "Die Gesammtbausumme(sic!) betrug 40.000 M, d.i.rd.(Anm.:das ist rund) 310 M für das(sic!) Quadratmeter." Diese Summe war für die damalige Zeit ein sehr hoher Preis, ein einfaches Haus war zum Ende des 19. Jhdts schn für 10.000 bis 15.000 M zu erstellen.

Interessant ist auch noch: "Die Schmucktheile (sic!) der Fassaden sind grösstentheils(sic!) aus Cementkunststein hergestellt. Die Verblendung wurde in gelben Verblendsteinen ausgeführt." Teurere Steinmetzarbeiten für die Verzierungen wurden so vermieden. Es gab damals eine Reihe von Firmen, die sich auf die Herstellung von vorgefertigten Fassadenverzierungen spezialisiert hatten und diese katalogmäßig anboten. Hier wird eine Firma Hüser & Cie aus "Obercassel" genannt. Wobei nicht klar ist, ob es sich um den heutigen Bonner oder Düsseldorfer Stadtteil handelt.

Weitere Fotos aus dem Album "Blätter für Architektur und Kunsthandwerk"


Die Architekturzeitschrift aus der die Abbildungen diese Albums stammen, hieß:

Blätter für Architektur und Kunsthandwerk

Herausgeber der Zeitschrift, die monatlich erschien, war Paul Graef (1855-1925), der als wichtiger Mitarbeiter von Paul Wallot (1841-1912) am Bau des Reichstagsgebäudes beteiligt war. Paul Graef hat auch einen großen Teil der Fotos für seine Zeitschrift angefertigt.

Die Zeitschrift erschien von 1888 bis 1913. Der Redaktion liegen alle Jahresbände ausser den Jahrgängen 1891 und 1898 vor. In den meisten Jahresbänden sind alle jeweils erschienen 120 Bildtafeln enthalten. Nach weiterer Sichtung werden hier alle Abbildungen von Kölner Bauten veröffentlicht. Allerdings ist Köln nur in sehr geringem Maße mit Abbildungen vertreten.

Ein eigenes Album ist der Villa Vorster in Marienburg gewidmet:
http://www.bilderbuch-koeln.de/Benutzer/herrikeulen/Alben/26253

Hingewiesen wird auf die Veröffentlichung von zahlreichen Bildtafeln zum Bau des Reichstages im "Bilderbuch Berlin":
http://www.bilderbuch-berlin.net/Benutzer/herrikeulen/Alben/25360

sowie auch im "Bilderbuch Berlin" zahlreiche Bildtafeln zu alten Bauten in der Reichshauptstadt (Dieses Album wird in der nächsten Zeit umfangreich ergänzt werden!):
http://www.bilderbuch-berlin.net/Benutzer/herrikeulen/Alben/21204