Hohenstaufenring, Barbarossaplatz 1, 50674 Köln - Neustadt-Süd (1895)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Hohenstaufenring

Barbarossaplatz 1 (50674 Neustadt-Süd)

Dem Stauferherrscher Friedrich I. verlieh man bald den Beinamen Barbarossa, welches im italienischen Rotbart bedeutet. Er gilt als einer der bedeutensten Kaiser der deutschen Geschichte. Bald rangten sich viele Mythen um diesen Herrscher, der während eines Kreuzzuges  1190 den Tod durch Ertrinken fand. Hinter dem Platz beginnt der Hohenstaufenring und so wird der Eindruck erweckt, dasss mit Barbarossa die Herrschaft der Staufer begann. Eigentlich ein Fehler, denn Friedrich I. war keinesfalls der erste Kaiser aus diesem Herrschergeschlecht. Seine große Bekanntheit und Bedeutung verhalfen ihm dann aber wohl zu der Ehre dem Ring vorran gestellt zu werden.

Die Platzfläche wird heute vom Schienennetz der KVB und fünf Straßen-Fahrspuren eingenommen. Somit ist kein Platzcharakter im eigentlichen Sinne vorhanden.

   


Wenn man dieses Bild mit der heutigen Situation vergleicht, so mag man es kaum glauben: Es ist der Barbarossaplatz. Stadtbaumeister Hermann Josef Stübben(1845-1936), der die Ringe und die Neustadt entwarf, hatte immer wieder repräsentative Plätze vorgesehen, von denen Straßenzüge sternförmig abgingen(hier links Roonstraße, rechts Weyerstraße, geradeaus Hohenstaufenring und links nicht erkennbar Kyffhäuserstraße und Luxemburger Straße sowie Salierring im Rücken des Photographen) und die großzügige Sichtverbindungen ermöglichten. So geruhsam ging es damals zu.

Die Pferdebahn mit der Nummer 202 umkreist zuckelnd die Brunnenanlage Richtung Hohenstaufenring. Der Wagen ist ein sogenannter Sommerwagen, der seitlich offen war und nur Textilvorhänge zum Schutz gegen die Sonne hatte. Am unteren Bildrand mühen sich zwei "Kääls" mit einer offensichtlich schwer beladenen Handkarre ab. Im Eckhaus an der Weyerstraße werden großflächig "Cigarren" angepriesen. Und es gibt einen Springbrunnen, in dem tatsächlich Wasser läuft. Heute leider nicht immer eine Selbstverständlichkeit.

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