Fort I,, Oberländer Wall 1, 50678 Köln - Neustadt-Süd (2012)
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Gerhard Krause Gerhard Krause
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Album: Innerer Festungsring - Köln.

Innerer Festungsring - Köln. : Fort I,

Oberländer Wall 1 (50678 Neustadt-Süd)

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Nachdem die Stadt am 15. Januar 1814 durch preußische Truppen befreit worden und auf dem Wiener Kongress an Preußen gefallen war, bestimmte am 11. März 1815 König Frieferich Wilhelm III., dass die Rheinlinie durch Forts verstärkt werden sollte. Im Jahre 1816 begann man nach Plänen des preußischen Militärarchitekten Ernst Ludwig von Aster mit dem Bau von elf modernen Forts und sieben Lünetten, um die auf der linken Seite des Rheins liegende Stadt (die Forts mit den geraden Nummern, also 2, 4, 6, 8 10 sowie sämtliche kleinen Werke und Pulvermagazine). Bautechnisch waren die Forts im Grundriss symetrische, hoch herausragende Backsteinbauten mit starken Sokel- und Eckquaderungen. Das rechtsrheinische Deutz, damals noch eine selbstständige Stadt,wurde in diesen Ring mit eingebunden (drei Forts und zwei Lünetten). Am 9. September 1825 besuchte König Friederich Wilhelm III. die Stadt um die fünf neuen Forts zu taufen und sie höchstpersönlich ihrer Bestimmung zu übergeben. Sie erhielten die Namen Rheinschanze (das spätere Fort 1), Großfürst Nikolaus (Fort 2), Erbgroßherzog Paul von Mecklenburg (Fort 4), Prinz Friederich der Niederlande (Fort 6), Prinz Heinrich von Preußen (Fort 8) und Prinz Wilhelm von Preußen (Fort 10). In den Jahren 1834 bis 1835 wurde die Riehler Schanze gebaut (das spätere Fort 11). Zwischen 1841 und 1847 wurden die Forts mit den ungeraden Nummern gebaut. Diese Forts erhielten allerdings keine Namen mehr, sondern wurden lediglich durchnummeriert. Die rechtsrheinischen Forts 12 bis 14, die dicht vor der Stadtumwallung lagen, wurden zwischen 1857 und 1863 erbaut. Das umfangreichste Bauvorhaben wurde 1863 abgeschlossen. Es war der modernste Festungsring jener Zeit in Europa. Die Festung Cöln war im Deutschen Reich mit 42,5 km Umfang und 182 Einzelbauwerken die wohl größte Festungsanlage. Die Forts bestanden im Wesentlichen aus Ziegelsteinen. Sie wurden mit römischen Ziffern durchnummeriert.