Abriss am Sachsenring, Sachsenring, 50677 Köln - Neustadt-Süd (2000)
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Wolfgang Becker Wolfgang Becker
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Album: Baulücken

Baulücken : Abriss am Sachsenring

Sachsenring (50677 Neustadt-Süd)

 

Von der Brunostraße führt der Sachsenring 1714 Meter bis zur Eifelstraße. Wie die anderen Ringstraßen auch, verweist der Sachsenring durch den Namen auf ein deutsches Herrschergeschlecht beziehungsweise deutsche Geschichte. In diesem Fall auf die aus Sachsen stammenden Ottonen, die bis in das Jahr 1024 regierten. Blickfang des Ringes sind die Ulrepforte und Mauerreste der mittelalterlichen Stadtmauer.

   


Die Fotos in diesem Album stammen von Herrn Wolfgang Becker. Er hat ab dem Jahr 1991 in zahlreichen Aufnahmen Baulücken oder Gebäude bevor sie abgerissen wurden, im Bereich der Innenstadt vor allem zwischen der Severinstraße und dem Rheinauhafen dokumentiert. Die meisten diesr Baulücken sind in der Zwischenzeit bebaut worden. In einer weiteren Serie von Fotos aus dem Jahre 2002 hat er den Zustand der alten Schuppen und Lagergebäude im Rheinauhafen fotografisch festgehalten. Diese Aufnahmen sind insofern ein wichtiges Zeitdokument, da unmittelbar nach den Aufnahmen die meisten dieser Bauten abgerissen wurden bzw. der Abriss schon begonnen war. Hintergedanke dabei war die Feststellung, dass Neubauten meistens 100 Jahre zu sehen sind, aber die verschwundenen Bauten schon nach einigen Monaten aus der Erinnerung und dem Gedächtnis verschwunden sind. Diese Erinnerung sollte dokumentiert werden. Die heruntergekommenen Hafenanlagen waren teilweise schon Jahre vorher nicht mehr genutzt worden. An ihrer Stelle wurden bis etwa zum Jahre 2009 schicke und entsprechend teure Wohn- und Bürogebäude errichtet u.a. die drei Kranhäuser. Beim Bau dieser Anlagen wurde seitens der Stadt Köln versäumt, neben Luxusbauten auch solche mit bezahlbarem Wohnraum zu schaffen, um auch normalverdienenden Bevölkerungsschichten Zugang zu Wohnraum in dieser attraktiven Lage zu ermöglichen.

Eckhaus Sachsenring Kartäuserhof; Dieses Eckhaus verfügte nach dem Kriege noch über eine völlig intakte Fassade mit einem Balkon und zahlreiche Stuckarbeiten im Inneren. Es wurde in den späten 50er Jahren "modernisiert" und Ende des 20. Jhdts. komplett abgerissen.

Weitere Fotos aus dem Album "Baulücken"