Zerstörung-Altes-Neues, Gilbachstr. 23-25, 50672 Köln - Neustadt-Nord (1958)
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Walter Dick Walter Dick
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Album: Gilbachstraße 1958

Gilbachstraße 1958 : Zerstörung-Altes-Neues

Gilbachstr. 23-25 (50672 Neustadt-Nord)

Die Gilbachstraße liegt zwischen der Spichernstraße und der Gladbacher Straße am Stadtgarten. Ihren Namen hat sie von einem Nebenfluss(-bach) der Erft, der von der Ville herunterkommend bei Neuss in die Erft mündet.

Die Gilbachstraße ist eine Wohnstraße, die ihre Attraktivität aus ihrer Nachbarschaft zum Stadtgarten bezieht. Nachteil des Standortes ist die Nähe zum Bahndamm mit der davon ausgehenden Lärmbelästigung durch Reise- und vor allem Güterzugverkehr.

Eine große Zahl der Häuser hat noch historische Fassaden, die in den letzten Jahren in unterschiedlicher Qualität renoviert worden sind.

Am unteren Ende der Gilbachstraße befinden sich noch zwei Gewerbebetriebe, ein Großhandel für Sanitärbedarf und eine Druckerei.

Im Haus Nr. 20 befindet sich die Montessori-Grundschule, die 2006 50 Jahr alt wurde. Die Schule nutzt den Stadtgarten als Pausenhof.

Unter den Häusern 17-21 und 23-25 sind ebenerdige Durchgänge in den Stadtgarten. Zusammen mit der Kirche (Neu) St. Alban im Stadtgarten wurden sie Ende der 50er Jahre vom Architekten Hans Schilling (1921-2009) entworfen.

Die Kirche ist ein prägnantes und über die Grenzen Köln hinaus bekanntes Beispiel für den modernen Kirchenbau der Zeit nach 1945. Für den Bau der Kirche wurden übrigens Trümmerziegel des alten Opernhauses am Rudolfplatz verwendet.

Aus einem nicht nachvollziehbaren Grund wird man die geraden Hausnummern 2-16 in der Gilbachstraße vergeblich suchen. Die Nummerierung beginnt auf der "geraden" Seite erst mit der Hausnummer 18.

Durch Hinweis eines Lesers wurde darauf aufmerksam gemacht, dass die Handwerkskammer ihren Sitz nach dem Kriege nicht an der Ecke zur Spichernstr. sondern im Schulgebäude Gilbachstraße 20 hatte. Das ergibt sich auch aus dem Bauschild am zerstörten Rathausturm.(Siehe Foto)

Und viele ältere Handwerker erzählen, dass sie dort ihre Prüfung gemacht haben.

 

Ein weiterer Kommentar wies auf ein Flugzeug hin, dass sich angeblich auf einem Hof in der Nähe der Eisenbahn befindet. In einigen Gebäuden auf dem Bahndamm, die früher zum Güterbahnhof Gereon gehörten, haben sich Künstler niedergelassen. Einer davon hat tatsächlich ein recht großes Modell eines Düsenjets in seinem Hinterhof aufgestellt. Vom Fußweg am Bahndamm aus erkennt man das aus Aluplatten zusammengenietete Leitwerk des "Vogels"

 


Dieses Foto zeigt die Gilbachstraße mit Blick in Richtung der Eisenbahn bzw. der Gladbacher Str. Der Neubau -Hausnummer 23-25- ist im Zusammenhang mit dem Bau der Kirche St. Alban im Stadtgarten errichtet worden. Der Architekt Hans Schilling (1921-2009) hatte den Zugang zur Kirche, die hinter den Häusern im Park liegt durch einen breiten Durchgang unter dem Haus ermöglicht. Vom gleichen Architekten wurde später das links anschließende Nachbarhaus in ähnlichem Stil gebaut. Dazu wurde das teilzerstörte Haus-hier links- abgerissen.

Zur damaligen Zeit war die Fahrtrichtung umgekehrt zur heutigen. Man musste aus der Gladbacherstraße-"von unten"- einfahren und "oben" an der Spichernstr. ausfahren....und es gab, im Gegensatz zu heute, Parkplätze in Hülle und Fülle, jedoch schon mit Parkuhren.

Die Situation am unteren Ende ist heute noch ähnlich wie früher. Hinter der Mauer ein Gewerbebetrieb-der letzte in der Straße. Das daran anschließende Haus ist allerdings damals erst einstöckig aufgebaut, heute hat es die gleiche Höhe wie das Nachbarhaus .

Weitere Fotos aus dem Album "Gilbachstraße 1958"