Museum für Ostasiatische Kunst, Adolf-Fischer-Str., 50670 Köln - Neustadt-Nord (1913)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Album: Architektur des 20. Jahrhunderts

Museum für Ostasiatische Kunst - Architektur des 20. Jahrhunderts

Adolf-Fischer-Str. (50670 Neustadt-Nord)

Die Adolf-Fischer-Straße verläuft vom Hansaring zum östlich gelegenen Gereonswall. Adolf Fischer (1856-1914) gründete und stiftete 1913 das Museum für ostasiatische Kunst in dieser Straße. Wegen starker Kriegszerstörung wurde das Museum in den 1960er Jahren abgerissen und ein Neubau am Aachener Weiher 1974-1977 erbaut. Die Westseite der Straße grenzt an den Hansaplatz vor den Resten der Stadtmauer. Das Grab Adolf Fischers befindet sich auf dem Friedhof Melaten.


Ecke Adolf-Fischer-Straße(rechts) und Gereonswall (links)

Das Museum wurde zur Heimstatt der umfangreichen Sammlung ostasiatischer Kunst, die der Privatsammler Adolf Fischer(1856-1914) zusammen mit sein Frau Frieda Fischer, geb.  Bartdorff (1874-1945) auf langen Reisen mit eigenen Mitteln erworben hatte. Beide wollten über völkerkundliche Fragestellungen hinaus ein Museum schaffen, in dem die bildende Kunst Ostasiens der europäischen als eigenständig und  gleichberechtigt gegenübergestellt werden sollte.

Nachdem Versuche ein solches Museum in Kiel zu bauen an finanziellen Schwierigkeiten gescheitert waren, wurde die Sammlung erfolgreich der Stadt Köln übergeben. Sie wurde zunächst in einem Anbau des Kunstgewerbemuseums am Hansaplatz untergebracht, bis sie im Jahre 1913 ihre Heimstatt in dem abgebildeten Gebäude fanden.

Architekt des Baus war Franz Brantzky (1871-1945), die Inneneinrichtung übernahm sein Kollege Josef Frank (1885-1967). Frank, der später als Architekt von Siedlungsbauetn berühmt wurde, fand neue Konzepte der Präsentation, die den Besucher/Betrachter zum allseitigen Beschauen einluden.

Das Gebäude wurde im Krieg zerstört, die ausgelagerte Sammlung fand erst ab 1977 im Neubau am Aachener Weiher ein neues Haus.

Weitere Fotos aus dem Album "Architektur des 20. Jahrhunderts"


Auf großen Tafeln (ca. 28 X 36 cm) veröffentlichte die Zeitschrift:

Architektur des XX. Jahrhunderts
Zeitschrift für moderne Baukunst

Herausgegeben von Prof. Hugo Isicht
Verlag von Ch. Claesen und Cie, Berlin

 in den Jahren vor dem ersten Weltkrieg Fotografien, Pläne und Beschreibungen von modernen Häusern aus der Zeit um die Jahrhundertwende. Bilderbuch Köln ist es gelungen, davon 60 Kölner Blätter mit Heliogravüren (oft auch Lichtdrucke genannt), einer zeitgenössischen Technik zur exakten Wiedergabe von Fotografien, vorstellen zu können.

Die Abbildungen verschaffen besonders in der Vergrößerung einen anschaulichen, fast gestochen scharfen Anblick von Kölner Gebäuden aus dieser Zeit.