Eingang des Westbahnhof, Venloer Wall 1, 50672 Köln - Neustadt-Nord (2008)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Album: Westbahnhof

Westbahnhof : Eingang des Westbahnhof

Venloer Wall 1 (50672 Neustadt-Nord)

Namengeber dieser Straße ist die Stadt Venlo in den Niederlanden an der deutsch-niederländischen Grenze. Im Mittelalter war diese Straße ein Teilstück der Wälle, die sich um die mittelalterliche Stadtmauer zogen.

Über den Venloer Wall gelanngt man von der Subbelrather Straße zur Venloer Straße.


Der Eingang des Westbahnhof zeigt sich noch in der Form seines Baus um 1894. Damals wurden die Eisenbahnlinien in und um Köln höher gelegt, um schienengleiche Übergänge zu vermeiden. Gleichzeitig wurde die Strecke, bis dato etwa im Verlauf der heutigen Spichernstr.gelegen, etwas weiter nach Westen verlegt. Mit diesem Umbau enstanden als Nebenbahnhöfe Köln West und Köln Süd.

Weitere Fotos aus dem Album "Westbahnhof"


Aus der zeitgenössischen Beschreibung von West- und Südbahnhof
(incl. der zeitgenössischen Ausdrucksweise und Rechtschreibung):

III. Die Personenbahnhöfe an der Venloer- und der Luxemburgerstrasse
(West-und Südbahnhof)

    Als weitere Anlagen für den Personenverkehr sind die beiden Personenbahnhöfe an der Venloerstrasse (Westbahnhof) und an der Luxemburgerstrasse (Südbahnhof) zu erwähnen Sie liegen beide an der Bingen-Trierer Strecke, in der Nähe der Umwallung und an wichtigen, verkehrsreichen Thorstrassen. Der Westbahnhof dient den benachbarten neustädtischen Vierteln und dem wichtigen Vororte Ehrenfeld, der Südbahnhof bildet den Ersatz für den eingehenden Bahnhof Pantaleon. Die beiden Bahnhöfe werden in der nächsten Zukunft nur dem Ortsverkehr dienen, sind aber so angelegt, dass sie jederzeit den Schnellzugsverkehr aufnehmen können.

    Die beiden Anlagen bestehen im Wesentlichen darin, dass die durchgehenden Bingen-Trierer Hauptgeleise auf 14 m Abstand auseinander gezogen sind und in diesen Zwischenraum ein Mittelbahnsteig gelegt ist, welcher mittels einer 3 m breiten Treppe unter dem ersten Geleise hindurch die Zugänglichkeit erhält. Der Eingangsflur mit dem Treppenzugang, dem Fahrkartenraum, den Bedürfnissräumlichkeiten und dem Gepäckschalter sind in einem dem Bahnkörper an der neuen Wallstrasse und in Höhe derselben vorgelegten, langgestreckten, 4,5 m tiefen Vorbau untergebracht.

    Der Gepäckraum selbst ist wie die Treppe in den Bahnkörper hineingeschoben. Das Gepäck soll vorderhand zu den Zügen vermittelst der Treppe nach oben getragen werden, für den Abgang von den Zügen ist eine Gepäckrutsche angelegt, für die erweiterten Bedürfnisse aber die Anlage eines Gepäckaufzuges mit Wasserdruckantrieb vorgesehen,der an die städtische Wasserleitung anzuschließen ist.

    Ein einfaches Warteraumgebäude und ein kleines Dienstgebäude für den äusseren Stationsdienst wird auf dem Bahnsteig errichtet. Letzterer sowohl als die beiden Hauptgeleise sind auf eine Länge von rund 60 mdurch eine an den Längswänden geschlossene Halle von 19,5 m überdeckt wird.