Die Stadt im Krieg, Hohenzollernring 13, 50672 Köln - Neustadt-Nord (1940)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Die Stadt im Krieg

Hohenzollernring 13 (50672 Neustadt-Nord)

Bis zum Kaiser-Wilhelm-Ring reicht dieser Abschnitt unter dem Namen des preußischen Königs- beziehungsweise Kaiserhauses. Hier lässt sich am Wochenende gut flanieren. Diverse Bars und Kneipen bieten den Passanten ihre Speisen und Getränke an. Die einst reiche Kinolandschaft auf dem Hohenzollering dünnt leider zunehemend aus. Die Straße führt auch über den Friesenplatz. So kann bei Bedarf schnell in eine der KVB-Bahnen eingestiegen werden.


Dieses Foto sollte im Kriegswinter 1940/41 entstanden sein. Das Straßenschild über der Motorhaube des LKW links zeigt den Namen Hohenzollernring. Wahrscheinlich ist es die Kreuzung Rudolfplatz/Aachener Straße. Dann sollte links hinter der Häuserecke das Hahnentor stehen und nach rechts die Aachener Straße abgehen.

An den Scheinwerfern des LKW links erkennt man die schwarzen Verdunklungshauben und auch die Laternen an dem Hinweisschild DG 4 u. Zülpich tragen Hauben als Lichtschutz.

Noch ist in der Stadt nichts von Kriegseinwirkungen zu bemerken, noch gibt es keine Trümmer.

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Frank Wollenberg  sagt: "Verdunkelungspflicht"

Der Beginn der Verdunkelungspflicht für Kraftfahrzeuge war der 01.10.1940. Wenn somit für den Folgewinter 1940/41 im Bereich der Lichtbild-Aufnahme (immer) noch keine Kriegsschäden dokumentiert sind, täte ich das Foto ein Jahr jünger benennen wollen.

Geschrieben: vor mehr als 3 Jahre


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Carmen Brenig  sagt: "Das Wägelchen"

So ein Wägelchen hatte mein Vater auch, s. Foto 129522

Geschrieben: vor mehr als 3 Jahre


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Michael Engel  sagt: "Das Wägelchen"

Der PKW ganz links mit der Decke auf der Motorhaube dürfte ein P4 von Opel aus den 1930er Jahren sein.

Geschrieben: vor mehr als 3 Jahre


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Michael Engel  sagt:

Leider stellte sich später heraus, dass die Verdunkelung keinesfalls die Zerstörungsorgien verhindern oder wenigstens behindern konnte, zu ausgefeilt waren die Ortungs- und Angriffsmethoden des britischen Bomber Command, unübersehbar die Landmarken, die eine Stadt wie Köln bot.

Geschrieben: vor mehr als 3 Jahre


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Ulrich Hermanns  sagt:

Ich gehe davon aus, dass es sich um Hinweisschilder für die Wehrmacht handelte. Wahrscheinlich bedeutete "Dg" - "Durchgangsstraße". Im Internet werden alte Landkarten der Wehrmacht mit "Dg. Str." entsprechend angeboten. - Unter den Blechzylindern erkennt man die Unterseite von Petroleumlampen. Die Zylinder dienten der befohlenen Verdunkelung. Nur durch die kleinen Löcher drang etwas Licht zur nächtlichen Beleuchtung der Schilder.

Geschrieben: vor mehr als 3 Jahre


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Stefan Robertz  sagt: "Dg 3,4"

Was bedeutet der Hinweis Dg 3,4 auf dem Verkehrsschild? Und welchem Zweck dienen die 2 Blechzylinder die am Schild angebracht sind?

Geschrieben: vor mehr als 3 Jahre