Christoph-Apotheke im Friesenviertel 1954, Kaiser-Wilhelm-Ring 36, 50672 Köln - Neustadt-Nord (1954)
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Carl Detzel Carl Detzel
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Album: Carl Detzel

Carl Detzel : Christoph-Apotheke im Friesenviertel 1954

Kaiser-Wilhelm-Ring 36 (50672 Neustadt-Nord)

Dieser Teil der Ringstraßen erstreckt sich vom Hansaring im Norden bis zur Bismarckstraße im Süden Am nördlichen Ende befindet sich die Hermann-Becker-Straße, dann kreuzt der Kaiser-Wilhelm-Ring den Straßenzug Gladbacher Straße / Christophstraße. Die Goebenstraße und die Herwarthstraße treffen von Westen auf den Ring und der Gereonshof am südlichen Ende von Osten.

Nach dem Bau der U-Bahn unter dem Kaiser-Wilhelm-Ring in den 80er Jahren ist der Kfz-Verkehr in beiden Fahrtrichtungen auf der Westseite konzentriert. Die Häuser auf der Ostseite sind durch eine verkehrsberuhigte Erschließungstraße angebunden.

Nach dem Kriege findet man auf der Westseite nur noch große Bürobauten, während sich auf der Ostseite noch teilweise neben Arzt- und Rechtsanwaltpraxen und anderen kleineren Dienstleistungsbüros auch noch eine Reihe von Wohnungen befinden.Alt Text Daneben ist die Ostseite vor Allem durch die Ausstellungsflächen des Möbelhaus Pesch geprägt.

Durch die Verlegung der Straßenbahn unter die Erde und die Konzentration des Autoverkehrs für beide Fahrtrichtungen auf der Westseite wurde dem Ring in diesem Bereich etwas von dem Charakter eines Boulevards zum Flanieren zurückgegeben.

 

Geschichte des Kaiser-Wilhelm-Rings

Der Kaiser-Wilhelm-Ring wurde als Teil der Ringstraßen nach der Niederlegung der mittelalterlichen Befestigung(ab 1880) angelegt. Die Niederlegung der alten Stadtmauer begann in diesem Bereich mit einer Sprengung am Gereonshof 1881. Dieser Teil der Ringstraße war deutlich breiter (ca. 65 m) als die anderen Teile des halbkreisförmig -vom Rhein zum Rhein- um die Stadt führenden Straßenkomplexes. Nur im Norden der Deutsche Ring (Theodor-Heuss-Ring) und im Süden der Sachsenring weisen ähnliche Ausmaße auf. Der Kaiser-Wilhelm-Ring war konzipiert als repräsentative Wohnstraße für höchste Ansprüche. In der Mitte zwischen den Fahrbahnen lag eine prächtige Grünanlage, die in der Art eines sog. Gartenparterre tiefer als das Straßenniveau lag. Hierbei war die Grünanlage im Gegensatz zu den Anlagen am Sachsenring und am Deutschen Ring (Theodor-Heuss-Ring) eher eine Schauanlage mit eingefriedeten Blumenrabatten.

Benannt ist der Ring nach Wilhelm I. dem König von Preussen, der am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal von Versailles zum deutschen Kaiser ausgerufen wurde. Wilhelm war in der Nachfolge seines kinderlosen Bruders Friedrich Wilhelm IV. 1861 König von Preussen geworden. Als Prinz von Preussen hatte er seit seinem Vorschlag zur brutalen Niederschlagung der Unruhen im Jahre 1848 in Berlin den unrühmlichen Beinamen"Der Kartätschenprinz".

 Sein Denkmal "zierte" in wuchtiger Weise zwischen 1896 und 1943 das nördlicAlt Texthe Ende des Kaiser-Wilhelm-Rings. Verheiratet warAlt Text er mit Augusta von Sachsen Weimar Eisenach, mit der er zwei Kinder hatte. Ein Denkmal für die Kaiserin stand in der Grünanlage in Höhe der Göbenstraße.

Recht schnell erfuhr die Prachtstraße eine Wandel. Geänderte Mobilität und Wohnverhalten, immer stärker werdender Verkehr und damit verbundene Unruhe führten zur Abwanderung derjenigen, die "ordentlich wat an de Fööß " hatten, aus den repräsentativen Stadtquartieren in Villenvororte (z.B. Marienburg). Deren Platz nahmen schon ab den 20er Jahren große Bürogebäude ein. Der Allianz Komplex im Norden des Kaiser Wilhelm Ring , erbaut Ende der 20er Jahre, ist ein prägnantes erstes Beispiel für diesen Wandel.

 

Bald schon wurde der Ring durch die Straßenbahn zerschnitten, die Alt Textbis in die 80er Jahre nicht nur die Ringstrecke bediente, sondern auch über die Christophstraße die Strecke zum Dom.

Im Kriege wurde in dem Gartenparterre ein Luftschutzbunker errichtet und die Anlage auf Straßenniveau aufgefüllt. Als in den 80er Jahren U-Bahn und Tiefgaragen erbaut wurden, fand man diesen Bunker.

 


Außergewöhnliche Fotografien der 50er Jahre des Kölner Fotografen Carl Detzel. Diese Aufnahmen sind mit Glasplattennegativen im Besitz von Bilderbuch Köln. Teilweise wissen wir nicht, wo die Fotos entstanden sind, wahrscheinlich aber fast immer in der Innenstadt. Sollten Sie etwas wieder erkennen, bitten wir Sie um Mitteilung. Dieses Foto von Carl Detzel wurde von einem Glasnegativ gescannt. Ein Teil des Werkes des Kölner Fotografen Carl Detzel befindet sich im Besitz von Bilderbuch Köln. Weitere Fotos von Carl Detzel:
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monika h  sagt:

da war ich beim schreiben wohl ein wenig verpeilt. sorry. tolles album!

Geschrieben: vor mehr als 6 Jahre


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monika h  sagt:

tolle alte nachtaufnahme. (schade dass man es nicht in großansicht sehen kann)

Geschrieben: vor etwa 7 Jahre