Deutscher Städtetag 1975 - 2010, Lindenallee 13-17, 50968 Köln - Marienburg (2010)
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Album: Deutscher Städtetag

Deutscher Städtetag : Deutscher Städtetag 1975 - 2010

Lindenallee 13-17 (50968 Marienburg)


Der Deutsche Städtetag verlässt Marienburg  

Der Deutsche Städtetag (DST) verlegt den Kölner Teil seiner Hauptgeschäftstelle vom Stadtrand in die Innenstadt. Mit ihm ziehen die bislang im selben Haus angesiedelten befreundeten Verbände und Institutionen um und sollen auch weiterhin im Verbund mit dem DST in einem Haus untergebracht werden. Als neues Domizil dient das als Gereonshaus bekannte Bürogebäude am Rande des Bankenviertels, das in unmittelbarer Nähe der Bezirksregierung und der Industrie- und Handelskammer liegt. Entscheidend für die Wahl des Standortes soll die gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln gewesen sein.

Der DST ist der größte kommunale Spitzenverband in Deutschland. Er vertritt die Interessen aller kreisfreien und der meisten kreisangehörigen Städte. In ihm haben sich bundesweit rund 4300 Städte und Gemeinden mit insgesamt 51 Millionen Einwohnern zusammengeschlossen (Stand 2010). Die Hauptgeschäftsstelle, die in Personalunion auch als Geschäftsstelle des Städtetages Nordrhein-Westfalen arbeitet, ist mit insgesamt etwa 125 Mitarbeitern auf die Standorte Berlin und Köln aufgeteilt.

Der Städtetag Nordrhein-Westfalen ist die Stimme der Städte im größten Bundesland. In ihm haben sich 40 Städte - 23 kreisfreie und 17 kreisangehörige Städte - mit neun Millionen Einwohnern zusammengeschlossen. Der kommunale Spitzenverband repräsentiert damit knapp die Hälfte der Bevölkerung des Landes.  

Die Kölner Hauptgeschäftsstelle lag bis Mitte 2010 in einem Wohnviertel in Köln-Marienburg zwischen Lindenallee und Militärring. Laut DST entsprach die Lage nicht mehr den heutigen Anforderungen an einen verkehrsgünstigen Standort, weshalb die Gebäude letztlich veräußert werden mussten.

Auf den Grundstücken von drei Marienburger Villen aus dem frühen 20sten Jhdt. wurde 1975 ein modernes Bürogebäude erbaut, geplant von dem Architekten-Ehepaar Joachim und Margot Schürmann. Die im Osten angrenzende „Villa Langen“ entging damals dem Abriss und wurde bis zuletzt als Bürogebäude genutzt. Im Jahr 1906 im spätbarocken Stil durch den Fabrikanten Gustav Langen erbaut und im zweiten Weltkrieg teilweise zerstört, wurde sie mit veränderter Dachform wieder aufgebaut. Wegen dieser Umbauten stand sie nicht unter Denkmalschutz. Da eine Sanierung aus bautechnischen Gründen nicht sinnvoll schien, ist das äußerlich gut erhaltene Gebäude mit Genehmigung der Stadtverwaltung inzwischen abgebrochen worden. Die Villa soll allerdings nahezu originalgetreu wieder aufgebaut werden und Platz für vier Wohnungen mit großzügigen Grundrissen bieten.

Auch der 5-geschossige Schürmannbau ist inzwischen Geschichte. Auf dem 1,4 Hektar großen Gelände Lindenallee 11 - 17 entstehen bis Ende 2011 acht moderne und schlicht gehaltene Stadtvillen mit insgesamt 21 Mietwohnungen und 34 Eigentumswohnungen der gehobenen Kategorie. Entlang der Lindenallee sind dreigeschossige Häuser mit einem Staffelaufbau geplant, die Gebäude dahinter weisen vier Geschosse auf. Das neue Wohnquartier entsteht nach einem Entwurf des Kölner Architekten- und Stadtplanungsbüros „Kister, Scheithauer, Gross“.

Geschichte des Städtetages NRW

Bevor es 1905 zur Gründung eines Städteverbandes auf Reichsebene kam, bestanden bereits lange vorher regionale und Landesstädteverbände. Innerhalb Preußens hatten sich zahlreiche Regionalverbände gebildet, aber auch auf der Ebene der Provinzen entstanden einzelne weitere Zusammenschlüsse, so z.B. der Rheinische Städtebund, der seit 1887 Tagungen abhielt. Nachdem der Nationalsozialismus 1933 die Arbeit des 1905 gegründeten Deutschen Städtetages und seiner Landesverbände durch den zwangsweisen Zusammenschluss aller kommunalen Spitzenverbände zu einem Einheitsverband "Deutscher Gemeindetag" beendet hatte, setzten unmittelbar nach 1945 Initiativen zu einer Aktivierung der übergemeindlichen kommunalen Zusammenarbeit und zur Wiederbelebung des kommunalen Verbandswesens ein.  

Im späteren Nordrhein-Westfalen trafen sich auf Einladung des früheren Trierer Oberbürgermeisters Weitz schon am 26. Juni 1945 eine große Anzahl rheinisch-westfälischer Oberbürgermeister im Rathaus zu Duisburg. Die eigentliche Geburtsstunde des Städtetages Nordrhein-Westfalen schlug am 21.12.1946 in Düsseldorf anlässlich der 4. Sitzung dieser Oberbürgermeisterkonferenz. Dort wurde beschlossen, eine Gruppe "Nordrhein-Westfalen" innerhalb des Deutschen Städtetages zu bilden. In den Vorstand dieser neuen Organisation, die sich später "Deutscher Städtetag, Landesgruppe (bzw. Landesverband) Nordrhein-Westfalen" und erst ab 1950 "Städtetag Nordrhein-Westfalen" nannte, wurden neun Oberbürgermeister und drei Oberstadtdirektoren berufen.  

Die Geschäftsstellen des Städtetages Nordrhein-Westfalen und des Deutschen Städtetages werden - ähnlich wie vor 1933 die Geschäftsstellen des Preußischen und des Deutschen Städtetages - seit der Wiederbegründung der Verbände in Personalunion geführt. Diese Verbindung hat sich sowohl für die Arbeit des Deutschen Städtetages als auch für die des Städtetages Nordrhein-Westfalen bestens bewährt.  

Quellen:

- Internetpräsenz des Deutschen Städtetages

- Kölner Stadt-Anzeiger – 10. Aug. 2010 – „Villa Langen: Der Abbruch empört die Nachbarn‎“ von Ulrike Süsser

Kaum noch wieder zu erkennen. (08.09.2010)

Weitere Fotos aus dem Album "Deutscher Städtetag"


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monika h  sagt:

da kann ich Köln Reporter nur voll zustimmen!

Geschrieben: vor fast 8 Jahre


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Köln Reporter  sagt: "Abriss-Fotos"

Das gehört absolut in dieses Portal, zu zeigen, was in der Stadt alles abgerissen wird. In einigen Jahren weiß niemand mehr, wie es ausgesehen hat. Und gerade bei einem Abriss sieht man jeden Tag etwas anderes, also sind auch viele Fotos davon gerechtfertigt. Bei dieser Art Dokumentation geht es nicht darum, ob die Fotos jemand gefallen oder ob die Perspektive wirkt. Weiter so!

Geschrieben: vor etwa 8 Jahre


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Rolf Wien  sagt: "Deutscher Städtetag"

Was sollen uns all diese Abrissbilder sagen??? Ich glaube es wäre mit zwei bis drei Bildern getan. Und dann aus Perspektiven, die nicht wirken. Entschuldige, meine Meinung.

Geschrieben: vor etwa 8 Jahre