Hans Schäfer eröffnet seine Tankstelle, Uhlandstr., Köln - Lindenthal (1957)
fotografiert von:
Walter Dick Walter Dick
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Album: 1. FC Köln - eine Erfolgsgeschichte

1. FC Köln - eine Erfolgsgeschichte : Hans Schäfer eröffnet seine Tankstelle

Uhlandstr. ( Lindenthal)


An seinem neuen Wirkungskreis haben sich viele seiner Mitstreiter eingefunden, um Hans Schäfer für seine neue Tankstelle alles Gute zu wünschen. FC-Boss Franz Kremer ist mit seinem schicken Fiat Cabrio vorgefahren und hat drei Mannschaftskameraden mitgebracht. Neben ihm sitzt Gerorg "Schorsch" Stollenwerk, hinter Stollenwerk Paul Mebus, auch er einer der Weltmeister von 1954 und hinter Franz Kremer Zlatko „Tschik“ Cajkovski, der vor seiner erfolgreichen Trainerlaufbahn von 1955 bis 1958 beim 1.FC Köln spielte.

Hinter dem Wagen erkennt man gleich neben Stollenwerk Jupp Röhrig, bis 1960 Mannschaftskapitän des FC, rechts daneben den langjährigen Masseur des 1. FC Köln, Mischa Sijacic, daneben Hans Graf, in den 50er JahrenJahre ein beinharter Verteidiger, neben diesem steht der legendäre Hennes Weisweiler, der in der Zeit von 1955-1958 zum zweiten Mal die Mannschaft trainierte. Die letzte bekannte Persönlichkeit in der Reihe ist der längjährige Zeugwart Tönnies.

Hans Schäfer macht in seinem weißen Kittel als frischgebackener Chef der Großtankstelle an der Ecke Dürener Str. / LindenthalgürtelUhlandstr. (Lindenthal) eine gute Figur. Die Tankstelle hatte viele Jahre Bestand und wurde gerne von jugendlichen Fans, wie dem bekennenden FC Fan Klaus Tebbe, aufgesucht, um ihr Idol zu sehen oder gar ein Autogramm zu ergattern.

Weitere Fotos aus dem Album "1. FC Köln - eine Erfolgsgeschichte"


Am Anfang stand ein provokativer Satz von Franz Kremer: „Meine Herren, wollen Sie mit mir Deutscher Meister werden?“ Franz Kremer war im Jahre 1948 Vorsitzender eines kleinen Vorortvereins im Kölner Westen, des Kölner Ballspiel Club von 1901 (KBC). Es gelang ihm die Verantwortlichen seines Vereins und der Konkurrenz aus dem Kölner Vorort Sülz der Spielvereinigung Sülz von 1907 (Sülz 07) zur Fusion zu überreden. (13. Februar 1948)

Der neue Verein nannte sich Erster Fußball Club Köln 01/07 (1. FC Köln) Die Fusion war der Beginn einer Erfolgsgeschichte in den 50er und 60er Jahren und tatsächlich gelang es dem „EFCE“ die Frage seines ersten Präsidenten positiv zu beantworten. Im Jahre 1962 wurde der 1. FC Köln zum ersten Mal Deutscher Meister.( 4:0 gegen Nürnberg im vorletzten Endspiel vor Einführung der Bundesliga)

Franz Kremer (1905-1967) war einer der entscheidenden Männer bei der Professionalisierung des deutschen Fußballs und der Einführung einer eingleisigen Liga (1. Bundesliga)

Im Jahre 1950 erhielt der Verein sein Maskottchen, einen Geißbock, der bis heute das Markenzeichen des Klubs ist. Die Kölner Zirkuschefin, Carola Williams, schenkte ihn dem Verein im Rahmen einer Karnevalssitzung und da der damalige Spielertrainer Hans Weisweiler allgemein „Hennes“ genannt wurde, erhielt der neue Glücksbringer des Vereins diesen Namen und hat ihn bis heute behalten. Zu jedem Heimspiel wird „Hennes“ ins Stadion gebracht und unterstützt die Mannschaft. (Natürlich ist es nicht mehr der ursprüngliche „Hennes“ sondern bereits der Achte seines Namens-„Hennes VIII“.)

Walter Dick hat den 1. FC Köln seit dem Ende der 50er Jahre als Fotograf begleitet. Er, der sich auch als Sportfotograf einen Namen gemacht hat, hielt mit seiner Kamera nicht nur packende Spielszenen in der alten Hauptkampfbahn in Müngersdorf fest, sondern macht vielfältige Aufnahmen von Spielern und Verantwortlichen, von Meisterfeiern und Ehrungen.

Das Album soll in der Folgezeit weiter ergänzt und ausgebaut werden.

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Michael Engel  sagt: "Ganz in Weiß an der Zapfsäule"

Damals hatte auch das Tanken mehr Stil als heute. Im Hintergrund parken Brot-und-Butter-Autos des Wirtschaftswunders von Opel, Ford und natürlich Volkswagen.

Geschrieben: vor 10 Monaten