Kaserne Boltensternstrasse, Boltensternstr., Köln (1910)
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Harald Gerhards Harald Gerhards
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Album: Köln ab 1900

Köln ab 1900 : Kaserne Boltensternstrasse

Boltensternstr.

Die Boltensternstr. verläuft von der Rhieler Str. in Rhiel bis zur Kreuzung Boltensternstr., Amsterdamer Str., Industriestr und Niehler Damm in Niehl.

Der Straßenname erinnert an einen Major aus der Zeit der Befreiungskriege gegen Napoleon. Als die Franzosen Mülheim geräumt hatten, überquerte am 3. Januar 1814 von dort aus ein preußisches Korps unter Major Ferdinand von Boltenstern den Rhein. Die viel zu schwache Truppe wurde jedoch von französischer Infantrie und Artillerie zurückgeworfen. Beim Rückzug  wurde Boltenstern im Fluss angeschossen, so dass er ertrank. 

Heute noch ist die Boltensternstraße eine Verbindungsstraße zum Kölner Norden. Sie wird als  B 9  bezeichnet. Diese  B 9 kommt in Niehl dann auf die alte Römer Straße, die weiter über die Neußer Land Straße nach Norden führt. Heute, 2007, sind auf der Boltensternstraße viele Firmen angesiedelt. So auch der Super Markt "Kaufland" und das Autohaus Beckmann. Auch die Einfahrt zum Hafen in Niehl ist hier angebunden über das Tor 2.


Die preußische Armee nutzte das Gelände der Mülheimer Heide um 1820 als militärisches Gebiet. Für die Soldaten wurden dort zu Unterbringung provisorische Baracken errichtet. Anfang 1900 wurde dann an der Boltensternstraße eine Kasernenanlage für rd. 3000 Soldaten errichtet. In diese Gebäude zog am 1.4. 1908 das II Westfälische Pionier- Bataillon 24 ein. Weitere Bataillone folgten. Von dort erfolgte der Einzug in den Krieg. Nach dem Ende des Krieges wurden die Bataillone wieder nach Köln verlegt, die Gebäude dann aber bis 1926 von den britischen Besatzungssoldaten genutzt. Danach begann dann unter Oberbürgermeister Konrad Adenauer die Entstehung der „ Riehler Heimstätte“.

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