Hochwasser in Köln 1784, Köln (1784)
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Harald Gerhards Harald Gerhards
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Album: Köln im Wandel der Zeit 1400-1800

Hochwasser in Köln 1784 - Köln im Wandel der Zeit 1400-1800


Stiche aus einer Graphiksammlung über Köln 1400-1800. Zur Verfügung gestellt von Harald Gerhards.

Alles begann als Volksbelustigung. Der Rhein war Ende 1783 vollständig zugefroren und die Kölner Bürger konnten über das Eis von und nach Deutz spazieren und dies über einen Monat. Im Januar 1784 erreichte das Eis eine Dicke bis zu drei Metern. Durch Tauwetter und Schneeschmelze kam dann am Morgen des 27. Februar das Eis in Bewegung. Panik brach aus. Das Eis schob sich gegen den Bayenturm, von dort gegen das rechte Rheinufer nach Deutz und zurück gegen die Stadt. Betroffen waren u.a. die Pfarreien St. Kunibert, St. Martin, St Maria Lyskirchen, St Severin und St Mauritius. Große Wassermassen und Eis flossen in die Stadt und nach Mülheim hinein. In der Nacht zum 28. Februar kommt es zu einem erneuten gewaltigen Eisgang, der viele Häuser wie Kartenhäuser zusammenfallen ließ. 15 000 Menschen müssen zeitweise ihre Wohnung aufgeben. 63 Tot sind zu beklagen. Das Hochwasser erreichte eine Höhe von 12,55 m. Diese Markierung ist heute noch an dem Türrahmen von S. Maria Lyskirchen zu sehen. Kupferstich von Johann Baptist. Guckkastenblatt, spiegelverkehrt, (hier „ richtig „angezeigt.(1784)

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