Deutz, Kennedy-Ufer, 50679 Köln - Deutz (1600)
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Harald Gerhards Harald Gerhards
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Album: Köln im Wandel der Zeit 1400-1800

Deutz - Köln im Wandel der Zeit 1400-1800

Kennedy-Ufer (50679 Deutz)


Stiche aus einer Graphiksammlung über Köln 1400-1800. Zur Verfügung gestellt von Harald Gerhards.

Deutz hat über Jahrhunderte eine Serie von Gewalt über sich ergehen lassen müssen. Bergische Truppen unter Graf von Berg erstürmten 1205 das Kastel. Nach Streitigkeiten wurden Teile 1242 abgebrochen. Im 14. Jahrhundert wollten die Deutzer dann eine Befestigung bauen, aber auch diese mussten sie dann wieder niederreißen. 1415 legten erneut bergische Truppen alles in Schutt und Asche. Nach einem erneuten Aufbau zerstörte ein Feuer 1538 wieder alles. Die alte Abtei und Wehrkirche St. Heribert in Deutz wurde im 30jährigen Krieg zerstört. Der Barockbau von 1659-63 wurde erst nach dem 2. Weltkrieg wiederhergestellt. Am 12.Juli 1806 unterzeichnete Napoleon und 16 deutsche Fürsten die Rheinbundakte. Am 9.November 1857 wurde Deutz zur eigenständigen Gemeinde erklärt. Schon in den vorigen Jahrhunderten gehörte Deutz zu dem bevorzugten Ausflugs- und Erholungsziel der Kölner. Besonders die beiden Lokale „ Bellevue“ und „Prinz Carl“, die am Brückenkopf der Schiffsbrücke lagen, gehörten zu den besuchtesten Gaststätten. Es reihte sich Gasthaus an Gasthaus. 1881/1882 wurde zum Leidwesen der Deutzer der Bahndamm der Märkisch- Bergischen Eisenbahn errichtet. Anstelle der Gasthöfe und beliebten Ausflugsziele entstanden neue Stations- und Gleisanlagen. Die versperrten den Deutzern die Sicht auf die Brücke und die Stadt. Die Zeit war als „ Deutzer Eisenbahnjammer „ bekannt, und endete erst 1913 als der neue Deutzer Bahnhof vollendet war. Stich:vermutlich Holzstich

Weitere Fotos aus dem Album "Köln im Wandel der Zeit 1400-1800"