Brückenrampe in Deutz, Deutzer Freiheit, 50679 Köln - Deutz (1928)
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Harry Hoerkens Harry Hoerkens
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Album: Carl Scholz

Brückenrampe in Deutz - Carl Scholz

Deutzer Freiheit (50679 Deutz)

Der Begriff "Freiheit" bedeutete für die Städte des Mittelalters, dass sie von allen Abgaben und Diensten gegenüber  ihrem Landesherren befreit waren. Auch eine eigene Gerichtsbarkeit wurde ihnen zugestanden. Städte mit solchen Privilegien erkennt man daran, dass ihre Hauptstraßen "Freiheit" geannt worden. 

Neben der Siegburger Straße war die Deutzer Freiheit die erste besiedelte Straße von Deutz. Sie galt als ein wichtiger Handelsweg. Sie führt heutzutage von der Mindener Straße zur Justinianstraße.


Diese Bild ist nahezu identisch mit dem Foto 267412 des Stadtkonservators.

Das Bild zeigt, welch massiven Eingriff der Bau der Hängebrücke von Deutz nach Köln für die Deutzer Freiheit bedeutete. Der Beginn der Straße, die ursprünglich bis zum Rheinufer reichte war jetzt um ca 300 Meter vom Rhein entfernt.  Die Rampe zerschnitt Deutz in zwei Teile. Zusammen mit der schon seit dem 19. Jhdt. gebauten Bahnstrecke direkt entlang des Rheins war Deutz noch mehr vom Rhein abgeschnitten. Die missliche Situation besteht bis heute. Wer von der Freiheit zum Rhein will muss durch die dunklen Tunnel der Stadtbahn oder, höchst gefährlich, die Mindener Str. überqueren.

Weitere Fotos aus dem Album "Carl Scholz"


Die Fotos dieses Albums wurden von Carl Scholz seit dem Beginn des 20. Jhdts. aufgenommen. Carl Scholz betrieb auf der Deutzer Freiheit ein Fotogeschäft, das bis nach dem zweiten Weltkrieg Bestand hatte. Fotografen wie er fertigten von ihren Aufnahmen Ansichtskarten, die sie auch selbst vertrieben. Vor der Nutzung moderner Druckmethoden waren diese Ansichtskarten meist Abzüge, die auf photochemischem Wege einzeln hergestellt wurden. Die Abzüge wurden dann rückwärtig mit der bekannten Aufteilung Adressfeld/Schreibfeld und dem Titel bedruckt.

Über einen ehemaligen Mitarbeiter von Carl Scholz, der bei ihm auch seine Fotografenlehre absolvierte, sind die Photos zu uns gekommen. Sein Sohn hat sie uns zur Verfügung gestellt.

Anzumerken ist, dass der größte Teil des Archivs von Scholz im Krieg untergegangen ist.