Blick von der Deutzer Brücke, Deutzer Brücke, 50679 Köln - Deutz (1937)
hochgeladen von:
Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
1606 mal angesehen.
Album: Dom in Kupfertiefdrucken

Blick von der Deutzer Brücke - Dom in Kupfertiefdrucken

Deutzer Brücke (50679 Deutz)


Die vielen Nieten waren vor der Einführung von großtechnischen Schweißverfahren die einzige Verbindungsmöglichkeit für große Stahlbaukonstruktionen. Die dicken Stahlbleche und -träger der Konstruktionen wurden mit vorgebohrten Löchern auf der Baustelle angeliefert und mit den Nieten verbunden. Dazu wurden die Nieten, die nur auf einer Seite einen halbkugelförmigen Kopf hatten, weißglühend gemacht und durch die Bohrungen gesteckt. Ein Arbeiter presste die Niete fest auf das Stahlblech, während der Nieter aus dem überstehenden Teil am anderen Ende mit Hilfe eines Presslufthammers einen zweiten Kopf formte. Mit dem Erkalten des Niets zogen die beiden Köpfe sich zusammen und pressten so die zu verbindenden Bleche mit hohem Druck aufeinander. Diese Verbindungstechnik wurde noch bis in die 50er Jahre des 20.Jhdts angewandt. So sieht man am älteren (1952-54 gebaut), südlichen Teil der Rodenkirchener Autobahnbrücke noch die langen Reihen der Nieten, während der nördliche Erweiterungsbau (1990-94) komplett geschweißt wurde.

Am Frankenwerft vor der Kulisse der Altstadt hat die weiße "Blücher" der "Köln-Düsseldorfer" angelegt, um bald zur Fahrt rheinaufwärts Richtung  Süden aufzubrechen

Weitere Fotos aus dem Album "Dom in Kupfertiefdrucken"


Aus einer Mappe mit Kupfertiefdrucken wurden die Bilder des vorliegenden Albums ausgewählt. Jede dieser Mappen aus einem Berliner Verlag umfasste 42 große Abbildungen in der Größe von ca. 22 cm X 30,3 cm. Der Kupfertiefdruck ermöglichte zur Zeit der Entstehung Drucke von hoher Qualität mit der Möglichkeit Halbtöne und Grautöne ohne störende Raster abzubilden. Jeder mappe, die unter dem Sammelnamen "Parthenon" vertrieben wurden lag eine ausführliche Beschreibung mit einer Liste der Abbildungen bei.

Die hier vorgestellten Aufnahmen des Kölner Doms, die zum Teil von namhaften, zeitgenössischen Fotografen gemacht wurden, zeigen ungewöhnliche Blickwinkel und Details des Bauwerks. Die Erscheinungszeit liegt in den 30er Jahren des 20. Jhdts.