Bahnhof Deutz, Deutzer Freiheit, 50679 Köln - Deutz (1890)
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Bahnhof Deutz

Deutzer Freiheit (50679 Deutz)

Der Begriff "Freiheit" bedeutete für die Städte des Mittelalters, dass sie von allen Abgaben und Diensten gegenüber  ihrem Landesherren befreit waren. Auch eine eigene Gerichtsbarkeit wurde ihnen zugestanden. Städte mit solchen Privilegien erkennt man daran, dass ihre Hauptstraßen "Freiheit" geannt worden. 

Neben der Siegburger Straße war die Deutzer Freiheit die erste besiedelte Straße von Deutz. Sie galt als ein wichtiger Handelsweg. Sie führt heutzutage von der Mindener Straße zur Justinianstraße.


Das Gemälde zeigt den alten Bahnhof Deutz, den Endpunkt der Köln-Mindener Eisenbahn. Deren erste Teilstrecke von Deutz nach Düsseldorf wurde am 20. Dezember 1845 eröffnet. Endpunkt in Deutz war der Bahnhof, der verkehrsgünstig direkt am Rheinufer und an der Schiffbrücke gelegen war.

Unter der hier sichtbaren Unterführung war der direkte Zugang zur Schiffbrücke nach Köln. Bis zum Bau der Rheinbrücke ("de Muusfall") mussten die Reisenden also hier aussteigen, den Rhein über die Schiffbrücke überqueren und dann ihre Reise fortsetzen. Die Straße Deutzer Freiheit reichte damals bis an die Schiffbrücke. Mit dem Bau des neuen Deutzer Bahnhofs wurden die Anlagen überflüssig.

Der Abriss erfolgte im Zusammenhang mit dem Bau der Rampe für die Deutzer Brücke ("Hindenburgbrücke")im Jahre 1915.

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