Auffahrt auf der Deutzer Seite, Deutzer Freiheit, 50679 Köln - Deutz (1948)
fotografiert von:
Walter Dick Walter Dick
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Album: 1948 Bau der Deutzer Brücke

1948 Bau der Deutzer Brücke : Auffahrt auf der Deutzer Seite

Deutzer Freiheit (50679 Deutz)

Der Begriff "Freiheit" bedeutete für die Städte des Mittelalters, dass sie von allen Abgaben und Diensten gegenüber  ihrem Landesherren befreit waren. Auch eine eigene Gerichtsbarkeit wurde ihnen zugestanden. Städte mit solchen Privilegien erkennt man daran, dass ihre Hauptstraßen "Freiheit" geannt worden. 

Neben der Siegburger Straße war die Deutzer Freiheit die erste besiedelte Straße von Deutz. Sie galt als ein wichtiger Handelsweg. Sie führt heutzutage von der Mindener Straße zur Justinianstraße.


Rechts die Ruine von St. Heribert an der Deutzer Freiheit.

Weitere Fotos aus dem Album "1948 Bau der Deutzer Brücke"


Zum Ende des Krieges stürzte die Deutzer Brücke (seit 1935 "Hindenburgbrücke" genannt) im Februar 1945 unter Last der Flüchtlinge und Militärfahrzeuge ein. Die hohe Zahl an Toten konnte nie vollständig festgestellt werden. 1947 begann der Wiederaufbau, jedoch nicht mehr als Hängebrücke sondern als erste Stahlkastenträgerbrücke der Welt.

Planungen und Entwurf fertigte der geniale Brückenkonstrukteur Fritz Leonhardt (1909-1999), der vor dem Krieg schon die Rodenkirchener Autobahnbrücke konzipiert hatte und nach dem Krieg neben der Deutzer Brücke für den Bau von Mülheimer Brücke (Eröffnung1951) und Severinsbrücke (Eröffnung 1959) und den Wiederaufbau der Rodenkirchener Brücke (Eröffnung 1952) verantwortlich war. Architektonischer Berater von Leonhardt waren die Kölner Architekten Gerd Lohmer (1909-1981) und Wilhelm Riphahn (1889-1963)

Am 16. Oktober 1948 wurde die neue Deutzer Brücke eingeweiht. Walter Dick fotografierte den Bau der Deutzer Brücke in verschiedenen Stadien von beiden Uferseiten und vom Wasser aus.