4 Modelle der Siedlung "Kalker Feld IIa", Waldecker Str., 51065 Köln - Buchforst (1927)
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Album: Buchforst 30er Jahre

Buchforst 30er Jahre : 4 Modelle der Siedlung "Kalker Feld IIa"

Waldecker Str. (51065 Buchforst)


Auf dem nord-östlichen Teilstück des Kalkerfeldes (Erst ab 1932 wurde der Name Buchforst verwendet.) errichtete die GAG zehn Häuserblöcke in Zeilenbauweise. Das Terrain wird begrenzt von der Rudolf-Clausius-Str., die entlang der Bahnlinie Köln-Düsseldorf in einem Bogen die beiden anderen Begrenzungsstraßen Waldecker Str. und  Heidelberger Str. miteinander verbindet.

Sämtliche Straßen wurden nach deutschen Physikern benannt.

Die Straßen des Wohnquartiers und damit auch die Zeilenbauten verlaufen in etwa parallel zur Waldecker Straße, rechtwinklig dazu wurde der langgestreckte Zeilenbau entlang der Heidelberger Straße errichtet. Lediglich die Bunsenstr. ist von der Heidelberger Str. direkt erreichbar, während alle anderen Straßen des Quartiers über die Rudolf-Clausius-Str. erschlossen werden. Alle Straßen sind vom Lärm der Heidelberger Str. abgeschirmt, denn die Verbindung zur Bunsenstr. erfolgt durch eine versetzte Straßenführung. Zwischen der Waldecker Str. , der Rudolf-Clausius-Str. und der Heidelberger Str. entsteht so eine dem gegenüberliegenden Blauen Hof vergleichbare Hofbebauung, die sich zur Bahnlinie hin öffnet.

An der Bunsenstraße befinden sich zwei Häuserzeilen, während sich an Bergiusstr., Robert-Mayer-Str., Hofmannstr. und Guerickestr. nur je eine Häuserzeile befinden.

Durch die auf der Heidelberger Straße verlaufende Straßenbahnverbindung nach Mülheim oder Köln und nach Bergisch-Gladbach war die Siedlung wie das gesamte Kalkerfeld van Anfang an gut angebunden.

An der Besselstr. und am östlichen Zweig der Fraunhoferstr. wurden in drei Zeilen Einfamilienreihenhäuser errichtet. Alle andern Zeilenbauten sind Mietshäuser.Die Mehrzahl der Häuser verfügt über ein Satteldach, lediglich im Bereich Bunsenstr. Heidelberger Str.  und am nördlichen Kopfbau der Waldecker Straße findet man Flachdächer. Der Baustil der Häuser, die nach dem "Blauen Hof" entstanden, griff auf eher tradierte Formen zurück, was den Schluss nahelegt, das diese Bauten in den 30er Jahren und somit nach dem Verbot des "Internationalen Stils" errichtet wurden.

Fotografie von Hugo Schmölz. Architekt Ruff.

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