Sidol-Werke in Braunsfeld, Werksbrand, Eupener Str. 55, 50933 Köln - Braunsfeld (1962)
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Sidol-Werke in Braunsfeld, Werksbrand

Eupener Str. 55 (50933 Braunsfeld)

Die Eupener Straße in Braunsfeld liegt in einem Gebiet zwischen Melatengürtel, Stolberger Str., Militärringstr., Vitalisstr. und Vogelsanger Str. der Eisenbahnstrecke Köln-Aachen, in dem sich vor und nach dem I. Weltkrieg, damals noch weit vor der Stadt,  zahlreiche größere und kleinere Industriefirmen angesiedelt hatten. (z.B. das städtische Gaswerk, Lackfabriken, die Kölner Benzin Raffinerie, Sidol-Werke) Die Eisenbahn gewährleistete eine optimale Verkehrsanbindung, zumal auch die Frechen-Benzeltather-Bahn eine Strecke durch das Gebiet unterhielt.

In den vergangenen Jahren machte das Gebiet und so auch die Eupener Straße einen massiven Strukturwandel durch. Das produzierende Gewerbe ist zum großen Teil verschwunden und an seine Stelle sind in großem Maße Dienstleister getreten. Diese umwandlung wurde großflächig von einzelnen Immobilienentwicklern initiiert und durchgeführt.

Zur besseren Anbindung an den öff. Personen Nahverkehr wurde  nördlich der Eupener Straße an der Bahnstrecke Köln-Aachen ein neuer S-Bahnhof eingerichtet: Köln-Müngersdorf, Technologiepark.

Auseinandersetzungen gab es bei dem großflächigen Umbau um den Erhalt einiger denkmalgeschützter Industriebauten wie den Sidol-Werken.

Insgesamt kann man von einem auch und nicht zuletzt architektonisch gelungenen Umbau eines Industriegebietes in einen modernen Dienstleistungs- und Technologiepark sprechen.


Die ehemaligen Sidol-Werke, Siegel u. Co, Hersteller von Bohnerwachs, Schuhcreme und anderen Pflegemitteln für den Haushalt, wurden zwischen 1926 und 1928 nach Entwürfen des Architekten Otto Müller-Jena, der auch die Markthalle am Rhein entworfen hatte, errichtet. Die Stahlbetonbauten wurden, den Prinzipien des "Neuen Bauens" folgend auf rasterförmigem Grundriss aus kubischen Körpern entworfen. Nach dem Ende der Firma wurden die Gebäude in einer Art Zwischennutzung für verschiedenartigste Ateliers und Werkstätten von Künstlern und Handwerkern genutzt. Über die weitere Nutzung gab es Streit mit dem neuen Eigentümer, der den Komplex abreißen lassen wollte. Die Stadt Köln stellte die Gesamtanlage jedoch unter Denkmalschutz, eine Entscheidung, die durch das Verwaltungsgericht Köln 2003 bestätigt wurde.

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