Bob-Marley-Place, Südbrücke, Köln (2013)
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Elke Schaub Elke Schaub
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Bob-Marley-Place

Südbrücke

Die Südbrücke wurde von 1906 (bis 1910 für 5,5 Millionen Goldmark erbaut. Die Eröffnung fand am 5. April 1910 statt, allerdings ohne Feierlichkeiten wegen eines Unfalls bei den Bauarbeiten mit 8 Toten. Die stählerne Hauptkonstruktion ist dreiteilig und hat eine Gesamtlänge von 368 m. Die Treppentürme sind wilhelminisch gestaltet und heute mit vielen Graffittis versehen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Südbrücke am 6. Januar 1945 durch Bomben weitgehend zerstört. Zwischen 1946 und 1950 wurde sie neu errichtet und am 1. Oktober 1950 erneut in Betrieb genommen. beim Neubau wurde auf einen Wiederaufbau der dekorativen Portale und von Teilen der Turmarchitektur verzichtet. Die Gesamtlänge der Brücke beträgt nun 536 m.


Die Südbrücke ist eine Brücke über den Rhein in Köln. Auf der linken Rheinseite bildet sie die Grenze zwischen Köln-Neustadt-Süd und Köln-Bayenthal, auf der rechten Rheinseite zwischen Köln-Deutz und Köln-Poll. Die zweigleisige Südbrücke dient dem Eisenbahnverkehr, Fußgängern und Fahrradfahrern. Seit ihrer Erbauung wird sie überwiegend durch Güterverkehr in Anspruch genommen. Vor dem Umbau des Bahnhofs Köln Messe/Deutz wurde auch eine ICE-Linie planmäßig über die Brücke geführt. Die Südbrücke wurde von 1906 (Baubeginn: 8. November 1906) bis 1910 für 5,5 Millionen Mark von der Königlich Preußischen Staatseisenbahn unter der Leitung des Baurats Fritz Beermann erbaut. Die Entwurfsausarbeitung lag in Händen von Friedrich Dircksen, der auch zunächst die Ausführung leitete. Für die Entwürfe zu den Steinbauten bei den Portalen, Rampen und Pfeilern erging der Auftrag an den Berliner Architekten Franz Schwechten, der auch die entsprechenden Bauten der Hohenzollernbrücke entwarf. Am 5. April 1910 wurde sie offiziell in Dienst gestellt. Die Errichtung der Gehwege an den beiden Seiten der Brücke hatte seinerzeit die Stadt Köln bezahlt. Wegen eines schweren Unfalls im Jahre 1908 (bei der Erstellung des mittleren Fachwerkbogens) bei dem acht Arbeiter getötet worden waren, verzichtete man auf eine Eröffnungsfeier. Die stählerne Hauptkonstruktion ist dreiteilig und hat bei einer Gesamtlänge von 368 m Stützweiten von 101,5 m + 165 m + 101,5 m und 10,34 m Breite. Die Treppentürme sind neuromanisch gestaltet und mit reichem Figurenschmuck ausgestattet, der von dem Berliner Bildhauer Gotthold Riegelmann (1864-1935) geschaffen wurde. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Südbrücke erst am 6. Januar 1945 durch Bomben weitgehend zerstört. Der im Strom liegende Mittelbogen musste weggesprengt werden und stand für den Wiederaufbau deshalb nicht mehr zur Verfügung. Im Mai 1946 wurde die Brücke zunächst provisorisch und eingleisig wieder freigegeben, später für 10 Millionen DM neu errichtet und am 1. Oktober 1950 wieder in Betrieb genommen. Wie bei ihrem nördlichen Pendant, der Hohenzollernbrücke, wurde auf einen Wiederaufbau der dekorativen Portale und von Teilen der Turmarchitektur verzichtet. Ein Teil der Quader wurde für den Wiederaufbau der steinernen Bögen über die Rheinallee und am Porzer Ufer verwendet. Die Gesamtlänge der Brücke beträgt nun 536 m. Heute befindet sich die Brücke im Besitz der Deutschen Bahn. Für die Unterhaltung und Pflege der Gehwege ist aufgrund der damals geschlossen Verträge die Stadt Köln verantwortlich. Die Brücke steht wegen ihrer eisenbahngeschichtlichen Bedeutung, wegen des Stahl-Fachwerkbaus und der teilweise erhaltenen neuromanischen Steinbauten mittlerweile unter Denkmalschutz. Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz stellte sie für Mai 2006 als Denkmal des Monats heraus, um auf ihren Zustand aufmerksam zu machen. Im Dezember 2009 begann die Sanierung der Gehwege und der auf beiden Rheinseiten gelegenen Treppentürme. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich 16 Monate. Die Kosten belaufen sich auf etwa 5,1 Millionen Euro.

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