Bekohlungsanlagen des Betriebsbahnhofs Köln, Liebigstr., Köln (1955)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Bekohlungsanlagen des Betriebsbahnhofs Köln

Liebigstr.


Dieser vergrößerte Ausschnitt des zugeordneten Fotos zeigt die komplexen Anlagen für die Kohleversorgung der Dampflokomotiven. Die Kohle wurde in der Nähe des Schlachthofes angeliefert. Von dort wurde sie mit einer Art Hängebahn, Kipploren, die an einer Seilbahn hängend befördert wurden, zu dem neben dem Hansa-Hochhaus sichtbaren riesigen Silo transportiert. Die Dampfloks fuhren unter dieses Silo und wurden von dort aus "bekohlt".

Die sichtbare dunkle Struktur ist ein Drahtnetz unter der eigentlichen Seilbahn, das die darunterliegenden Straßen und Eisenbahneinrichtungen vor herunterfallenden Kohlebrocken schützte. Anlagen wie diese wurden weltweit in großer Zahl von der in Köln Zollstock ansässigen Firma Pohlig errichtet.

Rechts von diesen Anlagen der frisch aufgeschüttete Herkulesberg, ein Trümmerberg, der wie viele andere nach dem zweiten Weltkrieg aus den Trümmern der zerstörten Stadt aufgeschüttet wurde. Diese Trümmerberge, die an verschiedenen Stellen im Randgebiet aufgeschüttet wurden, bekamen im Volksmund ihre Spitznamen: "Mont Klamott", "Trümmeralpen", "Monte Hitlerino" oder ganz einfach "de Kipp"(heute der sog. Pilzberg im Beethovenpark).

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