Wirbelsturm im Kölner Süden, Alteburger Str. 300, 50968 Köln - Bayenthal (1898)
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Wirbelsturm im Kölner Süden

Alteburger Str. 300 (50968 Bayenthal)

In römischer Zeit befand sich im Umfeld die Station einer Rheinflotte. Beim Überfall der Franken auf Köln im Jahre 276 wurde sie jedoch zerstört. Der Name Alteburg Straße stammte vom Namen des damaligen Alterburger Tors in der Stadtmauer, man übernahm ihn einfach für die Straße. Sie führt vom Severinswall zum Bayenthalgürtel.


Maschinenfabrik Bayenthal nach einer Sturm- und Hagelschlag Katastrophe

aus einem zeitgenössischen Pressebericht (http://www.tornadoliste.de/1898koeln.htm)

Die "Kölnische Maschinenfabrik" ist am schwersten getroffen: die Sandform- und Lehmgießerei mit dem Modellschuppen, die Hauptkesselstation mit den Betriebsmaschinen und den vier großen Kaminen sind vollständig zerstört, der fünfte, 25 Meter hohe Kamin geborsten, die Montierungswerkstätte abgedeckt, die Gasfabrik demoliert, ein Gasometer aus feinem Baffin gerissen, wie eine Papiertüte zusammengeknüllt und auf ein Nachbardach geworfen. Kein Dach, kein Gebäude der Fabrik ist unbeschädigt, die mächtige, 3 Meter hohe Einfriedungsmauer ringsum niedergeworfen und ein schöner Baumgarten in einen Verhau verwandelt, wie er als Hindernis gegen Reiterangriffe wirksamer nicht geschaffen werden kann. Die ausgedehnte Fabrik bildet ein wüstes Chaos, grausiger aussehend als das Steinthorviertel von Straßburg nach der Beschießung 1870! Im Orte ist der 7 Meter hohe Holzturm der Kirche heruntergestürzt. Bei vielen ganz neuen und äußerst fest gebauten Häusern, auch den beiden massiven städtischen Schulen, sind die Dächer abgehoben, 20 bis 30 Meter weit fortgetragen, die Giebelwände herausgedrückt, fast alle Fenster vom Hagel zerschlagen und so weiter. Der Schaden der Maschinenfabrik allein übersteigt 400 000 Mark.

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