Trappengässchen, Blaubach 80, 50676 Köln - Altstadt-Süd (2017)
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Michael Engel Michael Engel
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Album: Griechenmarktviertel

Griechenmarktviertel : Trappengässchen

Blaubach 80 (50676 Altstadt-Süd)

Unter dem Blaubach verläuft der Duffesbach, an dem die Blaufärber früher ihrer Arbeit nachgingen. Sie stellten blaues Leinen her, welches weit über Köln hinaus zur Herstellung von Arbeitskleidung diente. Der dafür nötige Farbstoff "Waid" wurde übrigens am nahen Waidmarkt gehandelt. Nördlich des Blaubachs findet man noch gut erhaltene Reste der alten Stadtmauer.

Am Blaubach 4 wurde im Haus Weinsberg Wilhelm Joest geboren, der mit seinem Schwager Eugen von Rautenstrauch Stifter des nach ihnen benannten Rautenstrauch-Joest-Museums für Völkerkunde wurde. Der Museumsstifter (Wallraf-Richartz-Museum) Johann Heinrich Richartz lebte ab 1835 im Blaubach 45/49. Während der Nazizeit befand sich im Blaubach 1 die Gauleitung der "Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt".

Heute ist der Blaubach eine mehrspurige Straße und verläuft als Verlängerung des Rothgerberbachs nach Osten zum Waidmarkt. Das Finanzamt Köln-Mitte und das Justizvollzugsamt Rheinland sind am Blaubach beheimatet.


Diese unscheinbar schmale Treppe, de Trapp, die die Alte Mauer am Bach und den Blaubach verbindet, bestand schon als sie links und rechts von den Gebäuden Blaubach 80 und 80A flankiert wurde. Diese gingen wie das gesamte Griechenmarktviertel an Peter-und-Paul 1943 unter Brandbomben zugrunde. Die Häuserzeile entlang der Bäche kam nicht wieder sondern es wurde ein Grünstreifen angelegt und der Blaubach wurde für die "autogerechte Stadt" erheblich verbreitert. Städtebaulich leider kein Glücksgriff.

Weitere Fotos aus dem Album "Griechenmarktviertel"