St.Peter und St Cäcilia, Sternengasse, 50676 Köln - Altstadt-Süd (1900)
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Harald Gerhards Harald Gerhards
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Album: Köln im Wandel der Zeit 1800-1900

St.Peter und St Cäcilia - Köln im Wandel der Zeit 1800-1900

Sternengasse (50676 Altstadt-Süd)


Straßen und Plätze                          Sammlung Scheiner

Foto Nr.:84331

  Foto Nr.:463565

Stiche aus einer Graphiksammlung über Köln bis 1900. Zur Verfügung gestellt von Harald Gerhards. Das Album zeigt Bilder (Graphiken) von wichtigen Gebäuden und Plätzen unsere Stadt zwischen 1800 und 1900.

Zusammenfassungen und Detailangaben sind u.a. in folgen Sammlungen und Alben :

Tore und Befestigungen Kirchen Rathaus
Foto Nr.:54355

Denkmäler und Brunnen Der Dom Öffentliche Plätze

 

Peter St.( Sternengasse ) Lage: Das Kirchengelände grenzt im Osten an die Jabachstraße ( früher :Peters-Schulgässchen ),im Süden an die Leonardt- Tietz str. ( früher ein Teil der historischen Sternengasse ) und im Norden an die Cäcilienstr. Große Namen residierten in der Sternengasse. So wohnte die Familie Jabach in einem prächtigen Patrizierhaus und hatte dort 1774 Goethe und Jacobi zu Gast. In der Nähe wohnte auch Dr. jur. Rubens und der Sohn und Maler Peter Paul in seiner Kindheit. Der Vater starb1587 und wurde in St.Peter begraben. Früher stand im Chor der Kirche der von den Erben Jabach gestiftete Hochaltar von 1642 mit einem Rubensbild. So schrieb die Kölner Volkszeitung am 30 Juni 1925 Folgendes: Gewaltig leuchtete von 1642 bis 1896 auf dem 1624 errichteten barocken Hochaltar das berühmte Bild der Kreuzigung Petri, das der Kölner Kunstfreund Eberhard Jabach 1637 bei Peter Paul Rubens bestellt hatte. Verweist stand der Hochaltar, den die Franzosen seines herrlichen Schmuckes beraubten, von 1794 bis 1815, durch eine schlechte Kopie fast entweiht. Jubelfreude in St Peter am 18 Oktober 1815 nachmittags um 1 Uhr, als das von Everhard v. Groote wiedergewonnene Original in feierlichem Zuge unter dem Läuten der Glocken wieder auf seinen alten Ehrenplatz aufgestellt wurde. Der Altar wurde im 19. Jahrhundert abgebrochen und durch einen Flügelaltar aus dem Jahre 1525 ersetzt. Erste Nennungen von St. Peter als Pfarrkirche waren Mitte des 12. Jahrhunderts. Es wird jedoch vermutet, dass die Kirche bereits früher mit dem Cäcilienstift inkorporiert war. Im 6. Jahrhundert soll bereits eine Kapelle in den Ruinen der römischen Thermen gestanden haben. Um Mitte des 12. Jahrhunderts wurde der westliche Turm errichtet. Durch Vermächtnisse und Stiftungen konnte mit Pfarrer Peter von Nassau und den Kirchenbaumeistern Rommel und Byse eine spätgotische Hallenkirche erstellt werden, die wohl um 1530 vollendet war. Gleichzeitig erbaute man den auf achteckigen Säulen ruhenden, nach drei Seiten offenen Kreuzgang, der 1849 wieder abgebrochen wurde. Im 17. Jahrhundert erfolgte eine Turmerhöhung um ein Geschoss. Um 1880 erfolgte eine denkmalpflegerische Restauration mit einer Sicherung des Mittelschiffsgewölbes und der Bau einer neuen Vorhalle. Am 12.7.1887berichter der Stadtanzeiger über die positive Veränderung an und um der Kirche. Lediglich der Turm muss noch erneuert werden. Hierzu fehlen jedoch die Mittel. Die St. Peter Kirchenbau Lotterie hatte nicht genügend eingebracht. Jetzt hofft man auf die Unterstützung aus der Bevölkerung. Quellen. U.a. Kölner Volkszeitung vom 30 Juni 1925, Stadtanzeiger vom 12.7.1887-Holzstich aus Zeitung

Weitere Fotos aus dem Album " Köln im Wandel der Zeit 1800-1900"