St. Pantaleon, Am Pantaleonsberg, 50676 Köln - Altstadt-Süd (1946)
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Hubert Odenthal Hubert Odenthal
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Album: Kriegszerstörung 1946

Kriegszerstörung 1946 : St. Pantaleon

Am Pantaleonsberg (50676 Altstadt-Süd)

Der Weg "Am Pantaleonsberg" verbindet die Straße "Am Weidenbach" mit der Waisenhausgasse und zeichnet sich durch die Besonderheit einer umgekehrten Nummerierung aus. Sein Name erinnert daran, dass das Gelände des Klosters St. Pantaleon auf einer Anhöhe lag. Zur Geschichte von St. Pantaleon sei auf die entsprechende Bildsammlung verwiesen.


St. Pantaleon, an deren zerstörter Südseite erste Sicherungs- und Wiederaufbauarbeiten offensichtlich schon begonnen haben, ist wie eine Reihe anderer romanischer Kirchen Kölns letztlich eine Gründung des Erzbischof Brun(o)(925-965), der ein Bruder des Kaisers Otto I., des Großen war. Seine Vision war mit der Gründung und Förderung der großen romanischen Kirchen eine Art Abbild des himmlischen Jerusalem zu schaffen. Bruno, der nach seinem Bruder, dem Kaiser, der mächtigste Mann des Reiches war, initierte hier im Jahre 955, dem Jahr der Schlacht auf dem Lechfeld, ein Benediktinerkloster. Seine Wertschätzung für diese Kirche zeigt sich darin, dass er auf seinen Wunsch hin hier beigesetzt wurde. Auch die Gattin seines Neffen Otto II., die byzantinische Prinzessin Theophanu, hat in der Nachfolge Brunos diese Kirche nachhaltig gefördert und erweitert. Auch sie fand ihre letzte Ruhestätte in St. Pantaleon.

Weitere Fotos aus dem Album "Kriegszerstörung 1946"


1946: der Krieg ist vorbei, der harte Winter 1945/1945 überstanden. Erste Trümmer sind weggeräumt, aber das ganze Ausmaß der unglaublichen Zerstörung wird offensichtlich. Das in dieser Umgebung Menschen leben und versuchen, wieder eine erste Normalität zu schaffen, ist heute kaum mehr vorstellbar.