St. Maria im Kapitol, Königstr., 50676 Köln - Altstadt-Süd (1905)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Album: Architektur-Tafeln

Architektur-Tafeln : St. Maria im Kapitol

Königstr. (50676 Altstadt-Süd)


Blick von Süden auf den südlichen Anbau und den dahinterliegenden Drei-Konchen-Chor. Neben dem Querhaus das sog. Singemeisterhäuschen aus dem 17. Jhdt. und recht davon das sog. Dreikönigenpförtchen ("Dreikünnijepöözje"), das die Grenze der alten Stiftsimmunität kennzeichnet.

Die Kirche und das zugehörige Kloster, das im 10. Jhdt. in ein Damenstift umgewandelt wurde, gehen auf eine Gründung der Plectrudis, der Gattin Pipins des Mittleren, eines der merowingischen Hausmeier zurück. An der Stelle dieser Kirche, die nach dem Dom die wichtigste Kirche der Stadt war, stand in römischer Zeit ein Tempel der römischen Götter Jupiter, Juno und Minerva.

Der Drei-Konchen-Chor, der Grabeskirche in Jerusalem nachempfunden ist aber letztlich eine genuine Erfindung der unbekannten Baumeister dieser Kirche, einer Erfindung, die das gestalterische Problem des Übergangs von dem Langhaus einer Kirche in die Querhäuser und den Hochchor genial löste.

Der spitze Kirchturm rechts neben der Kirche gehört zu Klein St. Martin. Diese Kirche, Pfarrkirche für das einfache Volk des Stiftes Maria im Kapitol, wurde in der Säkularisation nach 1806 auf Abbruch verkauft. Der Turm bleib erhalten, damit die Stiftskirche einen Glockenturm hatte. Der ursprüngliche Glockenturm von Maria im Kapitol war im 18. Jhdt eingestürzt und nicht wieder aufgebaut worden.

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