Sonderzug Linie 99. (1955), Neumarkt 35, 50667 Köln - Altstadt-Süd (1955)

KVB und Bahnen der Stadt Köln im Wandel der Zeit : Sonderzug Linie 99. (1955)

Neumarkt 35 (50667 Altstadt-Süd)

Der Neumarkt ist der größte Platz in der Kölner Innenstadt. Hier finden jedes Jahr öffentliche Veranstaltungen wie Zirkusaufführungen und Karnevalssitzungen statt, im Winter ein großer Weinachtsmarkt. Der Neumarkt spielt  eine wichtige Rolle als Verkehrsknotenpunkt und markiert außerdem den Anfang der Einkaufszone der Innenstadt. Hier treffen sich die Straßen Schildergasse, Hahnenstr., Cäcilienstr. und die Thieboldsgasse.

Der Name "Neumarkt" stammt ursprünglich aus dem Lateinschen "in novo mercato" (auf dem neuen Markt). Mit der Zeit änderte sich der Name, so dass der Platz u.a. "uff dem numarkt", "numarkt", "an dem nuwen marte" oder "nuymarkt" hieß. Zum Ende des 14. Jahrhunderts fanden am Neumarkt Volks- und Schützenfeste statt. Diese wurden vom Rat veranstaltet. Im Spätmittelalter war der Neumarkt, so wie der Alter Markt und der Heumarkt, ein Handelplatz von großer Bedeutung.

Zu der Zeit der Franzosenbesatzung wurde der Name des Neumarktes auch je nach Anlass geändert. So hieß er 1794 "Place de la Republique", zu Napoleons Kaiserkrönung Place de l'Empereur (Kaisersplatz) und nach dem Sieg der Schlacht von Austerlitz "Place des Victories" (Siegesplatz). In 1804 übernachtete Napoleon sogar für vier Nächte im Hotel Blankenheimer Hof am Neumarkt.

Im zweiten Weltkrieg wurde der Neumarkt total zerstört. Der Wiederaufbau begann jedoch direkt nach dem Krieg.

Zu den Sehenswürdigkeiten am Neumarkt zählen die Neumarktpassage mit Olivandenhof, die St. Aposteln Kirche, das Käthe-Kollwitz Museum, und das Schnütgen-Museum auf der Cäcilienstraße.


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koelner51109  sagt:

Erst dachte ich, dass sich an dieser Stelle ein Stumpfgleis befunden hätte. Auf dem Bild 66869 -von 1960- ist das erkennbar. Doch auf dem obigen Bild erkennt man, am rechten Bildrand, dass das Gleis auf dem der Zug steht, einen Bogen Richtung Nachbargleis aufweist. Und in Bild 411746, aus 1955, ist es tatsächlich so, dass dieses Gleis, westwärts, durch eine Weiche angeschlossen ist. Anscheinend wurde es aber nicht für den Linienbetrieb genutzt, denn dann hätte man den Zug dort nicht abstellen können.

Geschrieben: vor fast 5 Jahre


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Wolfgang Schreck  sagt: "Linie "99": Anlass vielleicht Verbandstreffen?"

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) taucht bei den mir vorhandenen Fotos vereinzelt auf. Vielleicht war das der Anlass der Linie "99", denn 1954 verlegte der BDE (später VDV) seinen Sitz von Gütersloh nach Köln.

Geschrieben: vor fast 5 Jahre


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Stefan Robertz  sagt:

Es scheint dieser Zug ist als "Geisterzug" unterwegs... der Führerstand in der vermuteten Fahrtrichtung, Rechtsverkehr vorausgesetzt, ist leer. Oder "parkt" der Zug?

Geschrieben: vor fast 5 Jahre


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koelner51109  sagt: "Ein Exot in Köln"

Die Firma Credé, in Kassel, gehörte nicht zu den "Hauslieferanten" der Kölner Straßenbahn. Ursprünglich waren diese Wagen auch nicht für Köln bestimmt. Sie waren von der ÜSTRA, Hannover 1942 bestellt worden. 17 dieser Wagen wurden, um die durch die Bombenangriffe stark dezimierten Kölner Bestände aufzufüllen, auf Anordnung des Verkehrsministeriums nach Köln geliefert. Von diesen 17 Wagen wurden 9 zerstört und sechs erlitten schwere Beschädigungen. Ausgemustert wurden die verbleibenen Wagen zwischen 1959 und 1965. Kann jemand Auskunft geben, welche Strecke diese Sonderzuglinie "99", befuhr?

Geschrieben: vor fast 5 Jahre