Severinsviertel mit Einsturzstelle des historischen Archivs, Georgstr., 50676 Köln - Altstadt-Süd (2009)
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Album: Altstadt Süd aus der Luft

Severinsviertel mit Einsturzstelle des historischen Archivs - Altstadt Süd aus der Luft

Georgstr. (50676 Altstadt-Süd)


Am 3. März 2009 stürzte der Bau des Kölner Stadtarchivs ein vermutlich infolge von massiven Grundwasserabpumpungen und möglicherweise auch Baumängeln an der davorliegenden Baugrube der Nord-Süd-U-Bahn. Unermessliche Schätze, Archivalien aus über tausend Jahren Stadtgeschichte wurden mitgerissen und unter den Schuttmassen begraben. Auch wenn über 95 % der Archivgüter geborgen werden konnten, sind diese meist in einem desolaten Zustand. Große Mengen sind durch das eindringende Grundwasser durchnässt woren und mussten nach der Bergung sofort tiefgefroren werden, um Schäden durch Schimmel und Verrotung zu vermeiden. Es werden geschätzt 30 Jahre vergehen, bis alle geretteten Archivalien wieder so hergerichtet sind , dasss sie vor weiterem Verfall geschützt sind.

Links oberhalb der Baugrube der Schulhof der LVR Förderschule "Sehen" (Schulleiterin Frau Barbara Philips), rechts gegenüber der Baugrube die Gebäude des Friedrich Wilhelm Gymnasiums(FWG), das nach dem Unglück und bis zur vollständigen Sanierung der Schulgebäude in das Gebäude der Vokshochschule am Josef-Haubrich-Hof, Nähe Neumarkt ausgelagert ist.

Das Hochhaus rechts unten ist das ehemalige Polizeipräsidium. Der Hochhausbau wurde im Zuge der Neubebauung am Waidmarkt abgerissen. An seine Stelle wird im Einklang mit dem Höhenkonzept der Stadt Köln deutlich niedrigere Wohnbebauung treten.

Dem Hochhaus gegenüber die Kirche St. Georg, eine der großen romanischen Kirchen Kölns. Sie geht auf eine Gründung des Erzbischofs Anno zurück und ist die größte Pfeilerbasilika des Rheinlandes. Wahrscheinlich war auch für diese Kirche ein großer Westturm geplant, bis auf den massiven Sockel und das Untergeschoss wurde dieser jedoch nicht gebaut. Vor dem Kriege war das Dach des Turmstumpfes von einem quadratischen Tambour und einer barocken Haube bekrönt. Von der Innenausstattung sind neben vielen mittelalterlichen Stücken die modernen Fenster des niederländischen Malers Johan Thorn-Prikker (1868-1932) bemerkenswert, die in den 20er Jahren eingebaut wurden.Datei:Köln st georg fenster thorn pricker.jpg

Zwei Besipiele dieser Fenster

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