Severinstorburg, Chlodwigplatz, 50678 Köln - Altstadt-Süd (1890)
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Harald Gerhards Harald Gerhards
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Album: Köln im Wandel der Zeit 1400-1800

Severinstorburg - Köln im Wandel der Zeit 1400-1800

Chlodwigplatz (50678 Altstadt-Süd)

Nach dem Ende der Römerherrschaft waren es die Merowinger, die zu den einflußreichsten Herrschern in Europa wurden und den Boden für die ihnen folgenden Königs- und Kaisergestalten des Mittelalters und der frühen Neuzeit legten. Es leuchtete daher ein, dass bei der Namensgebung der Kölner Ringe, die auf die Entwicklung der deutschen Geschichte veweisen, auch der erste Merowingerkönig Chlodwig geehrt werden sollte.

Erst 14 Jahre nach seinem Herrschaftsantritt ließ er sich ca. 497 Taufen und somit zum Christentum bekehren. Die Nächstenliebe war ihm dabei jedoch fremd. Für die Verwirklichung seiner Machtpolitik schreckte er auch vor Mord nicht zurück.

Am Chlodwigplatz lässt sich eines der letzten erhalten Stadttore der mittelalterlichen Stadtmauer bewundern, die Severinstorburg. Alljährlich beginnt am Chlowigplatz der Rosenmontagzug. Einmalig fand bisher das "Arsch huh - Zäng ussenander" Konzert am 9. November 1992 auf diesem Platz statt.

In den, als Umsteigeort für den Nahverkehr genutzten, Platz mündet die Severinstraße. Vom ihm zweigen die Bonner Straße und die Merowinngerstraße nach Süden ab.


Stiche aus einer Graphiksammlung über Köln 1400-1800. Zur Verfügung gestellt von Harald Gerhards.

1215 erstmals als „nova porta „ erwähnt. Stadtseitig Anfang des 12. Jahrhunderts als Torbau erstellt. 1469 erfolgte der feldseitige Ausbau. In den Folgejahren erfolgten viele Ergänzungen und Änderungen. Z. B. ein Ende des 16. Jh. erbauter Verbindungsgang wurde 1865 abgerissen und 1895 wieder hergestellt. Ende des 16. JH. Anfang des 17.JH. wurden dien Seitenflügeln und Aufbauten angefügt und eine steinerne Galerie wurde an Stelle der alten Wurfgalerie über dem Außentor ersetzt. Der Ausbau des Mittelturmes erfolgte 1820. Größere Veränderungen und Erneuerungen erfolgten 1859. Balkenanlagen und Holzwände und eine gefundenen Holzdecke wurden erneuert. Die Fenster wurden durch Kreuzsprossenfenster ersetzt und die Mauergänge überdacht. Gleichzeitig erhielt das Obergeschoss eine alte Wendeltreppe aus einem anderen städtischen Gebäude. Die alten Wappenschilde wurden leider nicht erneuert. Bis 1902 war hier das naturgeschichtliche Museum untergebracht. Das Severinstor zählt zu den drei Toren, die nicht im 19.Jahrhundert abgerissen wurden. Severinstorburg; Druck nach einer Tuschezeichnung von > Sammlung Scheiner

Weitere Fotos aus dem Album "Köln im Wandel der Zeit 1400-1800"