Severinstor, Chlodwigplatz, 50678 Köln - Altstadt-Süd (1905)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Album: Architektur-Tafeln

Architektur-Tafeln : Severinstor

Chlodwigplatz (50678 Altstadt-Süd)

Nach dem Ende der Römerherrschaft waren es die Merowinger, die zu den einflußreichsten Herrschern in Europa wurden und den Boden für die ihnen folgenden Königs- und Kaisergestalten des Mittelalters und der frühen Neuzeit legten. Es leuchtete daher ein, dass bei der Namensgebung der Kölner Ringe, die auf die Entwicklung der deutschen Geschichte veweisen, auch der erste Merowingerkönig Chlodwig geehrt werden sollte.

Erst 14 Jahre nach seinem Herrschaftsantritt ließ er sich ca. 497 Taufen und somit zum Christentum bekehren. Die Nächstenliebe war ihm dabei jedoch fremd. Für die Verwirklichung seiner Machtpolitik schreckte er auch vor Mord nicht zurück.

Am Chlodwigplatz lässt sich eines der letzten erhalten Stadttore der mittelalterlichen Stadtmauer bewundern, die Severinstorburg. Alljährlich beginnt am Chlowigplatz der Rosenmontagzug. Einmalig fand bisher das "Arsch huh - Zäng ussenander" Konzert am 9. November 1992 auf diesem Platz statt.

In den, als Umsteigeort für den Nahverkehr genutzten, Platz mündet die Severinstraße. Vom ihm zweigen die Bonner Straße und die Merowinngerstraße nach Süden ab.


Das Severinstor war das südliche Tor der Nord-Südverbindung durch die Stadt. Es entstand in der ersten Hälfte des 13. Jhdts. als eine von insgesamt 22 Torburgen der mittelalterlichen Stadtmauer. Von diesen 22 Toren blieb das Severinstor("Vringspooz") neben Eigelsteintor ("Eijlesteinspooz") und Hahnentor ("Hahnepooz") nach der Niederlegung der mittelalterlichen Stadtmauer erhalten. Auf dem Foto ist der östliche Anschluss an die Mauer in Richtung Severinswall bereits verschwunden. Vom Anschluss der Mauer in Richtung Kartäuserwall blieb ein kurzes Stück (hier links von der Torburg) übrig.

Weitere Fotos aus dem Album "Architektur-Tafeln"