Schaafentor, Schaafenstr., 50676 Köln - Altstadt-Süd (1878)
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Harald Gerhards Harald Gerhards
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Album: Köln im Wandel der Zeit 1800-1900

Schaafentor - Köln im Wandel der Zeit 1800-1900

Schaafenstr. (50676 Altstadt-Süd)

Ab dem 12. Jahrhundert wurden Schafe und Rinder von Westen kommend durch das Schaafentor (südlich des Hahnentors gelegen) durch die Schaafenstraße in die Stadt getrieben. Gehandelt wurden die Tiere auf dem nahe gelegenen Neumarkt, geschlachtet in der Fleischmengergasse.


Straßen und Plätze                          Sammlung Scheiner

Foto Nr.:84331

  Foto Nr.:463565

Stiche aus einer Graphiksammlung über Köln bis 1900. Zur Verfügung gestellt von Harald Gerhards. Das Album zeigt Bilder (Graphiken) von wichtigen Gebäuden und Plätzen unsere Stadt zwischen 1800 und 1900.

Zusammenfassungen und Detailangaben sind u.a. in folgen Sammlungen und Alben :

Tore und Befestigungen Kirchen Rathaus
Foto Nr.:54355

Denkmäler und Brunnen Der Dom Öffentliche Plätze

 

Ein bei der dritten Stadterweiterung erstelltes Stadttor. Bereits auf alten Stichen, wie bei Mercator, ist das Tor gut zu erkennen. Das Tor diente wie die anderen Tore auch als Wehranlage und war u.a. mit drei Gefängnisräumen ausgestattet, die von der Stadt genutzt wurden. Bedingt durch steigende Zahl der Einwohner und die Ausbreitung der Industrie wurde unter Oberbürgermeister Hermann Becker 1881 der Vertrag zum Abbruch der meisten Tore in Köln beschlossen,. Das Schaafentor wurde 1882 niedergelegt. Noch 1880 berichtet die Kölner Zeitung, dass den Bürgern die Wiedereröffnung des Tores gelungen ist. Zwar erst nur für Fußgänger und nur bei Tage, da kein Licht vorhanden war. Die Wiedereröffnung feierten die nahen Anwohner am Eröffnungsabend mit einem großen Fest mit Musik und kostenlosem Wein.* Am Schaafentor hing ein Kreuz, unter dem Streitigkeiten unter den Kappesbauern geschlichtet wurden, und bei Schwerkranken aus der unmittelbaren Umgebung wurde unter dem Kreuz der Rosenkranz gebetet. Dieser Brauch hat sich bis in die 60er Jahre des 18. Jahrhunderts erhalten. Der Organist der Pfarrkirche St. Mauritius, Peter Josef Daubenthal und dessen Nachfolger Ludwig Reila haben sich besonders um das Kreuz bemüht. Am 31 Juli 1880 wurde das Schaafentor nach sechzigjähriger Sperre wieder geöffnet, und nun sollte das Kreuz, welches dahin an einem Türflügel hing, wieder am Tor aufgehangen werde, Ludwig Reila hing das Kreuz an den Giebel des Tores und versah es mit einem Schutzdach. Als bekannt wurde, das Tor abzureißen, beschlossen Reila und Daubenthal das Kreuz in einer aufwendigen Aktion vom Torbogen zu holen und es im Flur der Familie Reila aufzuhängen. *Quelle: Kölner Zeitung von 1880 Druck nach einem Aquarell von >Sammlung Scheiner

Weitere Fotos aus dem Album " Köln im Wandel der Zeit 1800-1900"