Ruine von St. Aposteln, Neumarkt, 50667 Köln - Altstadt-Süd (1946)
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Hubert Odenthal Hubert Odenthal
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Album: Kriegszerstörung 1946

Kriegszerstörung 1946 : Ruine von St. Aposteln

Neumarkt (50667 Altstadt-Süd)

Der Neumarkt ist der größte Platz in der Kölner Innenstadt. Hier finden jedes Jahr öffentliche Veranstaltungen wie Zirkusaufführungen und Karnevalssitzungen statt, im Winter ein großer Weinachtsmarkt. Der Neumarkt spielt  eine wichtige Rolle als Verkehrsknotenpunkt und markiert außerdem den Anfang der Einkaufszone der Innenstadt. Hier treffen sich die Straßen Schildergasse, Hahnenstr., Cäcilienstr. und die Thieboldsgasse.

Der Name "Neumarkt" stammt ursprünglich aus dem Lateinschen "in novo mercato" (auf dem neuen Markt). Mit der Zeit änderte sich der Name, so dass der Platz u.a. "uff dem numarkt", "numarkt", "an dem nuwen marte" oder "nuymarkt" hieß. Zum Ende des 14. Jahrhunderts fanden am Neumarkt Volks- und Schützenfeste statt. Diese wurden vom Rat veranstaltet. Im Spätmittelalter war der Neumarkt, so wie der Alter Markt und der Heumarkt, ein Handelplatz von großer Bedeutung.

Zu der Zeit der Franzosenbesatzung wurde der Name des Neumarktes auch je nach Anlass geändert. So hieß er 1794 "Place de la Republique", zu Napoleons Kaiserkrönung Place de l'Empereur (Kaisersplatz) und nach dem Sieg der Schlacht von Austerlitz "Place des Victories" (Siegesplatz). In 1804 übernachtete Napoleon sogar für vier Nächte im Hotel Blankenheimer Hof am Neumarkt.

Im zweiten Weltkrieg wurde der Neumarkt total zerstört. Der Wiederaufbau begann jedoch direkt nach dem Krieg.

Zu den Sehenswürdigkeiten am Neumarkt zählen die Neumarktpassage mit Olivandenhof, die St. Aposteln Kirche, das Käthe-Kollwitz Museum, und das Schnütgen-Museum auf der Cäcilienstraße.


Die große romanische Kirche westlich des Neumarkts war ebenso wie ihre Schwestern in der Innenstadt ein Opfer der Bomben. Hier blieben zwar die Außenmauern des Turms, von Langhaus und Westwerk scheinbar verschont. Der hier sichtbare Dreichonchencor mit seinen Zwerggalerien, den beiden Flankierungstürmchen und dem kuppelartigen Überbau über der Mittelapsis, die vom Neumarkt aus gesehen an Beispiele byzantinischer Baukunst erinnert, wurde sehr stark zerstört

Weitere Fotos aus dem Album "Kriegszerstörung 1946"


1946: der Krieg ist vorbei, der harte Winter 1945/1945 überstanden. Erste Trümmer sind weggeräumt, aber das ganze Ausmaß der unglaublichen Zerstörung wird offensichtlich. Das in dieser Umgebung Menschen leben und versuchen, wieder eine erste Normalität zu schaffen, ist heute kaum mehr vorstellbar.