Rosenmontagszug auf dem Neumarkt, Neumarkt, 50667 Köln - Altstadt-Süd (1929)
hochgeladen von:
Stadtkonservator Köln Stadtkonservator Köln
2390 mal angesehen.

Rosenmontagszug auf dem Neumarkt

Neumarkt (50667 Altstadt-Süd)

Der Neumarkt ist der größte Platz in der Kölner Innenstadt. Hier finden jedes Jahr öffentliche Veranstaltungen wie Zirkusaufführungen und Karnevalssitzungen statt, im Winter ein großer Weinachtsmarkt. Der Neumarkt spielt  eine wichtige Rolle als Verkehrsknotenpunkt und markiert außerdem den Anfang der Einkaufszone der Innenstadt. Hier treffen sich die Straßen Schildergasse, Hahnenstr., Cäcilienstr. und die Thieboldsgasse.

Der Name "Neumarkt" stammt ursprünglich aus dem Lateinschen "in novo mercato" (auf dem neuen Markt). Mit der Zeit änderte sich der Name, so dass der Platz u.a. "uff dem numarkt", "numarkt", "an dem nuwen marte" oder "nuymarkt" hieß. Zum Ende des 14. Jahrhunderts fanden am Neumarkt Volks- und Schützenfeste statt. Diese wurden vom Rat veranstaltet. Im Spätmittelalter war der Neumarkt, so wie der Alter Markt und der Heumarkt, ein Handelplatz von großer Bedeutung.

Zu der Zeit der Franzosenbesatzung wurde der Name des Neumarktes auch je nach Anlass geändert. So hieß er 1794 "Place de la Republique", zu Napoleons Kaiserkrönung Place de l'Empereur (Kaisersplatz) und nach dem Sieg der Schlacht von Austerlitz "Place des Victories" (Siegesplatz). In 1804 übernachtete Napoleon sogar für vier Nächte im Hotel Blankenheimer Hof am Neumarkt.

Im zweiten Weltkrieg wurde der Neumarkt total zerstört. Der Wiederaufbau begann jedoch direkt nach dem Krieg.

Zu den Sehenswürdigkeiten am Neumarkt zählen die Neumarktpassage mit Olivandenhof, die St. Aposteln Kirche, das Käthe-Kollwitz Museum, und das Schnütgen-Museum auf der Cäcilienstraße.


Zumindestens bis zum ersten Weltkrieg wurde ein ein Teil der Finanzierung des Rosenmontagszuges dadurch aufgebracht, dass man die aufgestellten Wagen vorab gegen Entgelt auf dem Neumarkt besichtigen konnten. Ob dies auch hier noch der Fall war, ist nicht erkennbar. Nach der Kleidung der Menschen muss es sich um einen Zug Ende der 20er Jahre handeln. Da bis 1927 der Straßenkarneval verboten war, 1931 und 1932 wegen finanzielller Probleme keine Züge stattfanden sollte dieser Zug auf die Jahre 1927 bis 1930 zu datieren sein.

Weitere Fotos von Stadtkonservator Köln