Neumarkt Galerie, Neumarkt, 50667 Köln - Altstadt-Süd (2009)
hochgeladen von:
Ansgar Czilwik Ansgar Czilwik
1833 mal angesehen.
Album: Neumarkt & Schildergasse

Neumarkt & Schildergasse : Neumarkt Galerie

Neumarkt (50667 Altstadt-Süd)

Der Neumarkt ist der größte Platz in der Kölner Innenstadt. Hier finden jedes Jahr öffentliche Veranstaltungen wie Zirkusaufführungen und Karnevalssitzungen statt, im Winter ein großer Weinachtsmarkt. Der Neumarkt spielt  eine wichtige Rolle als Verkehrsknotenpunkt und markiert außerdem den Anfang der Einkaufszone der Innenstadt. Hier treffen sich die Straßen Schildergasse, Hahnenstr., Cäcilienstr. und die Thieboldsgasse.

Der Name "Neumarkt" stammt ursprünglich aus dem Lateinschen "in novo mercato" (auf dem neuen Markt). Mit der Zeit änderte sich der Name, so dass der Platz u.a. "uff dem numarkt", "numarkt", "an dem nuwen marte" oder "nuymarkt" hieß. Zum Ende des 14. Jahrhunderts fanden am Neumarkt Volks- und Schützenfeste statt. Diese wurden vom Rat veranstaltet. Im Spätmittelalter war der Neumarkt, so wie der Alter Markt und der Heumarkt, ein Handelplatz von großer Bedeutung.

Zu der Zeit der Franzosenbesatzung wurde der Name des Neumarktes auch je nach Anlass geändert. So hieß er 1794 "Place de la Republique", zu Napoleons Kaiserkrönung Place de l'Empereur (Kaisersplatz) und nach dem Sieg der Schlacht von Austerlitz "Place des Victories" (Siegesplatz). In 1804 übernachtete Napoleon sogar für vier Nächte im Hotel Blankenheimer Hof am Neumarkt.

Im zweiten Weltkrieg wurde der Neumarkt total zerstört. Der Wiederaufbau begann jedoch direkt nach dem Krieg.

Zu den Sehenswürdigkeiten am Neumarkt zählen die Neumarktpassage mit Olivandenhof, die St. Aposteln Kirche, das Käthe-Kollwitz Museum, und das Schnütgen-Museum auf der Cäcilienstraße.


"Dropped Cone" nennt das Pop Art-Künstlerpaar Claes Oldenburg und Coosje van Bruggen ihr Kunstobjekt, das seit dem 20.03.2001 die Blicke der Passanten zum Dach der Neumarkt Galerie lenkt: Eine 12 m hohe Eistüte, die kopfüber auf das Gebäude gefallen zu sein scheint und ihre Waffel steil in den Himmel reckt. Dieses „Denkmal des banalen Alltags“, wie die Künstler selbst ihre Werke nennen, schlägt den Bogen von den Kölner Kirchturmspitzen zum Konsummittelpunkt im Herzen der Innenstadt. Sie soll als „Simulation der Kölner Skyline“ und als „elementares allumfassendes Symbol des Konsums“ verstanden werden. Ursprünglich waren sogar zwei Eistüten geplant, um den Bezug zum Dom noch zu verstärken. Das 3 Tonnen schwere „large scale project” hat nach 3 Jahren Entstehungszeit 3 Mio DM (über 1,5 Mio Euro) gekostet und bildet heute die Spitze der 3 Etagen des Einkaufszentrums mit seinen über 33000 m² Gesamtfläche.

Weitere Fotos aus dem Album "Neumarkt & Schildergasse"